Dringlichkeit in Skulptur und Farbe

Rearte Gallery freut sich Sie und Ihre Freunde zur Ausstellungseröffnung
Dringlichkeit in Skulptur und Farbe
einzuladen
Eröffnung und Begrüßung durch Bildhauerin Albertine Masser
Mitglied des Künstlerverbandes Österreichischer Bildhauer
Andrea Groier

Paul Pracher

Abd A. Masoud

Mit der Ausstellung „Dringlichkeit in Skulptur und Farbe“ endet ein abwechslungsreiches Jahr für die Rearte Gallery und gibt damit ein weiteres Beispiel für die regionale, überregionale und internationale Vernetzung von Künstlern. Durch das Aufeinandertreffen von Kunstschaffenden unterschiedlicher Herkunft konnte der Dialog zwischen Okzident und Orient gefördert werden.
Positionen aus der Abstrakten Malerei, Bronze Skulpturen und letztendlich neue Interpretationen der arabischen Kalligraphie sind zu sehen.
Die Skulpturen von Paul Pracher sind durchaus konventionell. Sie berufen sich zum Thema (Mensch, Tier) und in der Materialwahl (Bronze) auf das Ursprüngliche, Fundamentale der Plastik. Sie haben auch ein dementsprechendes archaisches Menschenbild ohne jeden Zeitbezug.
Paul Pracher scheint für sich ein gültiges System, was die menschliche Figur betrifft, gefunden zu haben. Seine Statuetten vermitteln den Eindruck, als seien sie organisch gewachsen. Schlagworte wie Bewegung, Leben, Heiterkeit, fallen einem ein. Besonders bei der Betrachtung seiner Musiker, Tänzer und auch Tiere. Die Freude des Künstlers am Modellieren ist stets in seinen Werken spürbar.
Harmonische, „runde“ Bewegungen, die nie nach außen, sondern immer wieder zum Objekt zurückführen, bestimmen seine menschlichen Figuren. Sie ruhen in sich und treten doch – was zum Wesen der Plastik gehört – mit ihrer Umgebung in einen Dialog. Die von den Gliedmaßen der Gestalt umschlossenen Hohlräume sprechen in der Gesamtwirkung stark mit. Die geschmeidigen Liniengerüste, die für Prachers Werk charakteristisch sind, stehen als schlanke Zeichen im Raum. Seine Auffassung von Plastik ist eine fast grafische.
Seine organischen, aus „einem Guß“ wachsenden Gebilde sind in der neueren österreichischen Kunstgeschichte die Ausnahme. Pracher führt nicht – wie viele seiner Kollegen – den menschlichen Körper auf geometrische Formen zurück. Er konstruiert seine Figuren nicht! Er geht weg vom Körper, weg vom Körperhaften, …Eigenleben,…Zugang zur „Seele“….
Paul Pracher ist es gelungen, eigenständige Formulierungen zum Thema „menschlicher Körper“ zu finden
(Gedanken zu den Skulpturen von Paul Pracher von Dr. Sabine Amanshauser- Greger)
Die Autodidaktin Andrea Groier lebt und arbeitet in Wien, ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt in der Malerei sowie der Grafik. (“grafische Malerei”)

Grundthema der Arbeiten ist die Liebe zu den Menschen, zum Leben allgemein. So entstehen Momentaufnahmen vor dem Hintergrund gesammelter Geschichten, Erlebnisse, Erfahrungen aus dem Alltag, dem Banalen, aber auch vom Abgründigen. Durch die kraftvolle Farbgestaltung und Verwendung verschiedenster Materialien in der Malerei sowie durch die Dynamik des Striches in den Grafiken wird im fertigen Bild eine neue, besondere Geschichte sichtbar. Kleinigkeiten und Details, die anderen verborgen bleiben, sind für die Künstlerin bedeutend, weil die Komplexität des Lebens auch im Kleinen zu finden ist, wenn man sie sehen will und sucht.

Nicht nur dass sie selbst lächerliche Kreaturen sind, die Frösche und anderen Unwesen, die immer wieder in ihre Bilder springen, relativieren sie vor allem anmaßende, ausufernde Bildaussagen und verlachen den theatralisch- tragischen Hintergrund, das Todtraurige, sinnlos Verwirrte, übermäßig Aufgeregte und all die erlebten Verletzungen. Die kreative Verwirklichung ist für die Künstlerin eine Möglichkeit, dem banalen Alltag am Ende humorvoll zu begegnen.
Arabische Kalligraphie einmal anders, bezeichnet der in Wien lebende, gebürtige Jordanier Abd A. Masoud seine Arbeiten. Die arabische Schrift neu zu formen, mit Ornamenten und Symbolen zu kombinieren, aus einer bilderlosen Darstellung ein Bild zu kreieren ist sein Ziel.

Moderne Interpretationen alter Manuskriptseiten, seines kulturellen Erbes wie die arabische Astrologie, die arabischen Kartographie visualisieren sich in seinen Arbeiten. Es kommt zu einer Neugestaltung der Vergangenheit.
Der farbliche Hintergrund als zusätzliches Gestaltungselement in Kombination mit den einfachen Linien bringt den Betrachter auf eine Reise in ein Universum, das eine fremde Welt anschaulich macht. Unkonventionelle Anordnung der Buchstaben und Zeilen erlangen eine Ästhetik, die auch das Auge eines Nichtlesers begeistert.

Kalligraphie hat in viele Kulturen einen hohen Stellenwert und verleiht ein mystisches und doch harmonisches Gefühl, wann immer man sie betrachtet. Kalligraphie hat Menschen immer schon fasziniert und erzeugt ein visuelles Erlebnis mit spiritueller Realität.

  • Adresse: Spießhammergasse 4, 1120 Wien

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