Ein Denkmal in der Heimat

"Aus taktischen Gründen leisezutreten, hat sich noch immer als Fehler erwiesen." Nach diesem Credo richtete Johanna Dohnal ihre Politik aus. Sie war laut, sie war deutlich – und wurde gehört. Die große Karriere der 71-jährig Verstorbenen (14. 2. 1939 bis 20. 2. 2010) begann in der Penzinger Cumberlandstraße, wo sie das Licht der Welt erblickte und in einfachen Verhältnissen aufwuchs. Nach der Arbeit in der SPÖ-Sektion und bei den Penzinger Kinderfreunden war sie von 1970 bis 1973 Bezirksrätin, von 1974 bis 1979 Gemeinderätin, ehe sie von Bruno Kreisky als Staatssekretärin in die Regierung geholt wurde. Von 1990 bis 1995 baute sie sich als erste Frauen­ministerin Österreichs ein Denkmal. Und setzte für die – vor allem berufs­tätigen – Frauen zahlreiche Verbesserungen durch, die bis heute gültig sind. Auf ihre Initiative entstand 1978 auch das erste Frauenhaus in Wien.

Mit der Benennung des Gemeindebaus in der Jenullgasse 18–26 wird ihr auch im Heimatbezirk ein Denkmal gesetzt.

  • Adresse: Jenullgasse 18-26, 1140 Wien

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