Leonardelli: Ein Eissalon mit Tradition

Der Name erinnert an die Fünfziger Jahre: „Gefrorenes-Salon“ heißt das Lokal von Francesco Leonardelli in der Klosterneuburger Straße. Sein Großvater erhielt 1900 die Konzession für Erzeugung und Verkauf von Gefrorenem, der Eissalon ist damit einer der ältesten noch bestehenden Wiens. Der väterliche Zweig der Familie stammt aus dem Trentino – Francesco geht dorthin heute noch gerne Bergsteigen.

Am Anfang vier Sorten

„Mein Großvater begann mit den klassischen vier Sorten: Zitrone, Vanille, Haselnuss und Schokolade“, erzählt Francesco. Heute verkauft die Familie insgesamt um die 40 Sorten, täglich etwa 20 davon, je nach saisonalem Obstangebot. „Prinzipiell bleibt Speiseeis drei Tage lang frisch in der Truhe“, verrät der Chef. Bei seinem Umsatz muss er allerdings täglich mindestens einmal täglich nachfüllen.
Mit seinem Zitroneneis wurde „der Leonardelli“ heuer Österreichischer Meister. „Da kam mein Obsthändler vom Hannovermarkt und erzählte mir, dass gerade die sizilianischen Biozitronen besonders  gut seien.“

Bezirks des Herzens

Kommt die Rede auf die Brigittenau, dann gerät Francesco ins Schwärmen. „Ich bin hier geboren und aufgewachsen, das ist der Bezirk meines Herzens.“ Was er hier besonders schätzt, ist der Wiener Schmäh, der Radweg am Donaukanal und die Traditionsgeschäfte in der Nähe: Etwa die Fleischerei Fellner oder das Hauswarengeschäft Compostella.

Gratiseis

Zum Schulschluss wartet der „Gefrorenes-Salon“ mit einer speziellen Attraktion für Kinder auf: Für fünf Einser im Zeugnis gibt es eine Eiskugel gratis. „Sie können sich nicht vorstellen, wie es da bei uns zugeht“, sagt Francescos Frau Mona.

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