Ein herziger “Herr Nilsson”

Fu Long war der absolute Star. Ein Besucher­magnet. Unfassbar süß. Auch die beiden Eisbären-Zwillinge ­musste man einfach gesehen haben. So kam es, dass der gerade bei Kinden so beliebte Tiergarten Schönbrunn mit 2,6 Millionen Besuchern 2008 ­einen neuen Rekord aufstellte. Das entsprach einem täglichen Schnitt von 7.123 Besuchern. Auch europaweit nicht zu schlagen.
Und ein Wert, der nicht zu halten war. Fu Long wurde ­älter und siedelte nach China zurück. Die Eisbären wuchsen zu Riesen heran, vor denen Kinder eher Angst haben als sie putzig zu finden. Der Besucherschnitt sank letztes Jahr auf immer noch gute 6.000 Besucher pro Tag, eine Jahressumme von 2,2 Millionen. Gegenüber dem Vorjahr aber doch ein Einbruch um 15 Prozent, der wohl mehrere "Väter“ hat. Die Preise für die Eintrittskarten wurden erhöht – das Tagesticket um zwei Euro. Vor allem gab es aber im ersten Quartal viel Eis und Schnee, wird als Hauptbegründung seitens des Zoos genannt.

Neue Anlage mit Ameisenbären & Co

Heuer wird Gas gegeben. Gut sechs Millionen Euro werden in neue Attraktionen inves­tiert. Ab Juni lockt die neue Südamerika-Anlage (mit Ameisenbären, Tapiren und Wasserschweinen). Es folgt der zweite Teil des Naturlehrpfades im Wald und die ­Sanierung des historischen Affenhauses. Als neue Heimat für den allerkleinsten Schönbrunn-Bewohner, das Toten­kopfaffen-Baby. Das Kleine ist wirklich ­sehenswert, noch festgekrallt am Rücken seiner Mutter. "Die im Regenwald Südamerikas heimischen Totenkopfaffen tragen ihre Jungtiere vom ersten Lebenstag an auf dem Rücken“, so Zoologe Harald Schwammer. "Erst nach einem Monat geht das Jungtier auf Erkundungstour.“ Die Afferln sind berühmt als "Herr Nilsson“ aus den legendären Pippi Lang­strumpf-Filmen.

Viele neue Attraktionen

Derzeit wird die Südamerika-Anlage renoviert (Kosten: 3,5 Millionen). Im Frühsommer wird mit dem Umbau des alten, his­torischen Affenhauses begonnen (Kosten: 2 ­Millionen). Lemuren & Co erhalten ein Dach über dem Kopf. Bis Jahresende folgt die Eröffnung des zweiten Teils des Naturlehrpfades im Wald.

  • Adresse: Maxingstraße 13b, 1130 Wien

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