Ein Nachbar werden ist nicht schwer, …

Die Waschmaschine im Badezimmer des ordnungsbewussten Hausmanns einen Stock höher läuft schon wieder auf Hochtouren, und das um 23 Uhr abends? Seit sechs Stunden hört man die gleiche Tonleiter auf dem Klavier der talentierten Nachbarstochter? Horrorszenarien für jeden Mieter. Doch nicht nur Lärmstörung kann einem das Leben in den eigenen vier Wänden zur Hölle machen. Auch die widerrechtliche oder nachlässige Haltung von Tieren und Pflanzen, Bau- und Sanierungsarbeit sowie Geruchsbelästigungen können Bewohnern den letzten Nerv rauben. Nicht immer ist dabei auf den ersten Blick klar, was erlaubt ist und was sich in einer rechtlichen Grauzone befindet. Der Großteil des Nachbarschaftsrechts ist zwar im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt, doch gibt es für viele Einzelfälle keine klare Vorgangsweise.

Lösung im Gespräch
Zu den bundesweit geregelten Leitlinien gibt es von Gemeinde zu Gemeinde und von Haus zu Haus unterschiedliche Verordnungen und „Spielregeln". In den Wiener Gemeindebauten gibt es 2010 die „Wiener Hausordnung", die auf den Dialog zwischen den verschiedenen Bewohnern setzt. Die Erfahrung zeigt: Einvernehmliche Lösungen sind meist schneller und vor allem kostengünstiger zu erzielen als langwierige Gefechte durch die Gerichtsinstanzen.

  • Web: http://
  • Adresse: Maria-Jacobi Gasse 1, 1030 Wien

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