Ein Scharlatan oder doch Wunderheiler?

Er war zeitweise bekannter als Ludwig Erhard oder Konrad Adenauer. In den Wirren der Nachkriegszeit versammelte er bis zu dreißigtausend Menschen um sich und Leute aus ganz Deutschland kamen zu ihm ins westfälische Herford, um sich heilen zu lassen. Die Rede ist vom  gelernten Tischler Rudolf Gröning, dessen Wirken bis zum heutigen Tag die Menschen verblüfft. Obwohl seine Tätigkeit in Deutschland bald verboten wurde und er einigen Menschen auch lebensbedrohliche Ratschläge gab, scheint seine Faszination ungebrochen. Allein bis 1950 soll er 100.000 DM (= 50.000 Euro) eingenommen haben. 1959 starb Gröding in Paris.

Der Dokumentarfilm "Das Phänomen Bruno Gröning" beschäftigt sich mit dem Hype rund um die Person des umstrittenen Wunderheilers. Der Film setzt sich zusammen aus einer Fülle von Originaldokumenten, Interviews mit Patienten und Teilen eines Spielfilms, der Anfang der 50er Jahre über Gröning gedreht wurde.

Das Bellaria-Kino (7., Museumsstraße 3), das auf "nostalgische" Streifen spezialisiert ist, zeigt den Film am Sonntag, 6. 3. von 9.30 bis 15.45 Uhr (2 Pausen!).

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