Ein Schmäh-Double für unseren Schani

O Schreck, ein „falscher“ Schani geigt im im Stadtpark! Was ist passiert? Zwei Künstler gestalteten die Absenz des echten „Goldenen Schanis“ mit kreativem Wiener Schmäh. Dass der goldene Johann Strauß nach 90 Jahren eine Renovierung braucht, ist verständlich. Für Wiens Gäste ist das Denkmal des Walzerkönigs aber das vermutlich meistfotografierte Motiv in der Stadt, daher war es dem WienTourismus ein Anliegen, für Ersatz zu sorgen. Praktischerweise hat er in seinem Fundus für Auslandseinsätze eine 1:1-Nachbildung der beliebten Statue. Obwohl nur aus golden gefärbtem Kunststoff, gibt sie ein fototaugliches Double ab.

Doch die Touristen aus aller Welt sollen wissen, dass sie nicht den „echten Gold-Schani“ vor sich haben. Außerdem sah Tourismusdirektor Kettner hier eine Gelegenheit für ein künstlerisches Statement, das den Einfallsreichtum von Wiens Kreativ-Szene demonstriert. Daher beauftragte er in Zusammenarbeit mit „Kunst im Öffentlichen Raum“ zwei in Wien lebende Künstler, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen. So entstanden zwei Installationen, die sich der Restaurierung der Original-Statue und der damit verbundenen Baustelle mit Augenzwinkern widmen, und Wiens Gästen amüsante Foto-Sujets bieten. Künstler Klaus Pobitzer stellte die Nachbildung der Statue auf ein „Siegertreppchen“, wie man es für die Gewinner in Sportbewerben verwendet. Der Walzerkönig steht allerdings auf der Nummer zwei, die Nummer 1 gehöre dem Gast, so die Erklärung.

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