Eine Minute hat nicht immer 60 Sekunden

Die Anzeigetafeln der Wiener Linien sind eine feine Sache. Ein kurzer Blick verrät, ob man noch schnell Zeit hat, um sich ein Weckerl zu kaufen, oder ob der Bus oder die Bim schon im Anrollen sind.

Automatische Standorterfassung

Möglich macht diese Information das rechnergestützte Betriebsleitsystem der Wiener Linien – kurz RBL. Die erste Fahrgastanzeige ging bereits im Jahr 2000 in Betrieb. Das System basiert auf der automatischen Standorterfassung von Straßenbahn und Autobus via Datenfunk. Die Fahrzeuge übermitteln etwa alle 20 Sekunden ein Signal an die Leitstelle der Wiener Linien. Dadurch kann das Fahrzeug auf fünf Meter genau lokalisiert und die verbleibende Fahrzeit bis zur Station berechnet werden. Aber der Countdown stimmt nicht immer. Ab und zu stürzt das System ab. Dann zeigen die Tafeln gar nichts an oder den Text „Bitte Fahrplanaushang beachten“. Wird das System dann wieder hochgefahren, kann es passieren, dass in den ersten Minuten nach dem Neustart noch die alten Ankunftszeiten angezeigt werden.

Die 500. Fahrgastinfo-Anzeige wurde in der Schönbrunner Straße bei der Station Amtshaus Margareten für die Linien 12A, 14A und 59A installiert. Bis 2015 planen die Wiener Linien, die Zahl der Anzeigen auf bis zu 1.000 auszubauen.

  • Adresse: Schönbrunner Straße, 1050 Wien

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