Eine Pestkirche als Wahrezeichen

Historisches aus der Wieden

Dem Pestheiligen Karl Borromäus geweiht, sollte sie durch das Versprechen von Karl VI., für seinen Namenspatron eine Kirche zu errichten, Wien von einer weiteren Pestepidemie bewahren: Die Karlskirche. 25 Jahre lang wurde an dem letzten Bau des barocken Stararchitekten Fischer von Erlach gebaut, der der damaligen Mode entsprechend verschiedene Elemente in das Bauwerk fließen ließ. 1739 wurde der Prachtbau fertiggestellt und markierte den Eingang zur kaiserlichen Sommerresidenz Schloss Favorita (heutiges Theresianum). Heute ist das Gotteshaus der bedeutendste barocke Kirchbau nördlich der Alpen und gilt als Wahrzeichen Wiens. So mancher Tourist, erzählen Fremdenführer, glaubt in der Kirche einen islamischen Sakralbau zu erkennen. Kein Wunder, denn das Erscheinungsbild wurde an die Istanbuler Hagia Sophia anglehnt. Bis 2000 wurde die Kirche von Opus Dei verwaltet, heute ist sie Sitz der Hochschulgemeinde der TU.

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