Empörung in Ober St. Veit!

Dem 180 Mitglieder großen Kleingartenverein reicht’s: "Wir wurden hin und her geschoben!“ 

Es ist ein Schildbürgerstreich erster Ordnung und ein Beispiel dafür, wie man mit Bürgeranliegen nicht umgeht.
Juni 2009. Der Kleingartenverein OSV-Familiengärten im Grätzel Joseph-Lister-Gasse, Wlassakstraße, Promenadenweg (bei der Lainzer Mauer in Ober St. Veit) hat genug von den ewigen Parkplatzproblemen. Am Promenadenweg gibt es ein Grundstück zu erwerben.

"Dabei hätte der Herr Bezirksvorsteher uns nur ein bisschen unterstützen müssen." 
Ronald Rosenmayr


Der Verein fasst den Plan, dort auf eigene Kosten 18 Stellplätze zu schaffen. Mit rund 140.000 Euro für Rodung, Asphaltierung usw. wird in Summe gerechnet. Eine lobenswerte Eigeninitiative? Eine Aktion, die dem Bezirk Probleme löst? Fehlanzeige. "Nicht nur, dass der Bezirk auf die Lösung der schwierigen Parkplatzsituation offenbar keine Antwort weiß, hat er durch eine Zuständigkeitsverweigerung auch noch die Errichtung der 18 Parkplätze verhindert“, bringt es Vereins­obmann Ronald Rosenmayr auf den Punkt. "Dabei hätte der Herr Bezirksvorsteher nichts anderes tun müssen, als uns zu helfen, dass der Promenadenweg als Zufahrt zum Parkplatzgrundstück hergerichtet bzw. ein wenig verbreitert wird.“ Normalerweise eine Lappalie, zumal die Breite des Weges mit gut vier Metern problemlos ausreichen sollte. Doch statt Hilfe bekamen die Bürger Ausreden zu hören …

Keinen Finger für die Bürger gerührt

Am 9. September 2009 meinte BV Heinz Gerstbach im Schreiben an den Kleingartenverein, dass der Vorschlag nicht so gut sei, stattdessen "empfehle ich, über weitere Möglichkeiten zur Schaffung von Stellplätzen nachzudenken“. Dann meinte er am 9. Dezember: "Die Planungskommission der Bezirksvertretung Hietzing wurde mit der weiteren Bearbeitung beauftragt.“ Um am 28. Mai 2010 festzuhalten, "dass hier die fälschliche Meinung vertreten wird, nämlich dass der Bezirk für die Lösung der Probleme betreffend der Zufahrt zu den von Ihnen geplanten Stellplätzen zuständig ist“.

Die Chance auf 18 Parkplätze ist weg

Womit die Kleingärtner fassungslos und wieder am Anfang waren. Nach monatelangem Hin und Her, das Rosenmayr Aktenordner voll Briefverkehr bescherte. Aber keinen Parkplatz, da die Kaufoption für das Grundstück abgelaufen ist. "Die Geschichte ist erledigt, leider. Aber es ist empörend, dass mit der Verhinderung der Stellplatzerrichtung, die wir bezahlt hätten, auch Jungfamilien in den OSV-Familiengärten eine Grundlage für ein ganzjähriges Wohnen genommen wurde.“

  • Adresse: Joseph-Lister-Gasse, 1130 Wien

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