Endgültige Spaltung in der ÖVP Wieden!

Nicht-Wiedner auf Liste, Urgestein verbannt 

Eine Partei in Turbulenzen: Durch die Wiedner ÖVP, die seit 1946 durchgehend den Bezirksvorsteher stellte, geht ein tiefer Riss. Karl Timel, bis zur Wahl noch amtierender und langjähriger ÖVP-Stellvertreter von Bezirksvorsteherin Susanne Reichard, wurde in einem kurzen, heftigen innerparteilichen Machtkampf von der Bezirksliste der ÖVP gestrichen.
Hinter dem Konflikt steht ein handfester Richtungsstreit: Der christlich-konservative Ex-HDI-Versicherungsvorstand Karl Timel steht ­Reichard gegenüber, die als ehemalige Klubobfrau des Liberalen Forums vor elf Jahren zur ÖVP wechselte. Grund des Eklats: die provisorische Drogenberatungsstelle ­TaBeNo am Wiedner Gürtel.

Anrainer fühlen sich allein gelassen

"Ich habe in Bezug auf das TaBeNo die Sorgen der Bürger immer ernst genommen“, so Timel, der als betroffener Anrainer unmittelbaren Kontakt zur dortigen Bürger­initiative aufgenommen hat. Timel kritisiert einerseits die Zwischenfälle rund um die Einrichtung, vor allem aber den Umgang mit der "Wiedner Bürgerbewegung“: "Nicht mit den Anrainern zu sprechen, disqualifiziert sie“, so Timel. Einen weiteren Grund für das Zerwürfnis sieht das Wiedner Urgestein in der neuen Zusammensetzung der ÖVP Wieden:  Die Hälfte der Bezirkspolitiker auf der "schwarzen“ Liste wohnt nicht auf der Wieden. "Dementsprechend kennen sie sich im Bezirk auch aus“, so Timel zynisch.

Die angesprochene Bezirksvorsteherin Susanne Reichard war zu einer Stellungnahme nicht bereit.  

  • Adresse: Wiedner Hauptstrasse 23-25, 1040 Wien

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