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Epilepsie ist ein Kurzschluss im Gehirn

Am 5. Oktober wird 20 Jahre “Tag der Epilepsie” gefeiert. Ob wach oder schlafend – das Gehirn ist ständig aktiv, die Nervenzellen kommunizieren unablässig, Signale wandern zwischen ihnen als elektrische Entladungen. Eigentlich ein stabiles und kontrolliertes Gleichgewicht. Doch wenn viele Nervenzellen gleichzeitig “feuern”, entsteht eine Art Kurzschluss im Gehirn, als würde die Sicherung im Kopf durchbrennen und das Licht ausgehen: Epilepsie.

Kurzfristiger Kontrollverlust

Epileptische Anfälle sind vorübergehende Funktionsstörungen im Gehirn, die Folge ist ein kurzfristiger Kontrollverlust über Körper und Psyche. Doch Epilepsie äußert sich sehr unterschiedlich: Manche Anfälle dauern nur wenige Sekunden und machen sich kaum bemerkbar, andere halten länger an und werden von Zuckungen und Krämpfen begleitet, auch das Bewusstsein kann dabei verloren gehen. Doch Epilepsie ist in den meisten Fällen gut behandelbar, so dass den Patienten auch ein normaler Alltag möglich ist.

Epilepsie brauch Offenheit

Am “Tag der Epilepsie” steht die nachhaltige Verbesserung der Lebens- und Behandlungssituation von Menschen mit Epilepsie im Zentrum. Dieses Jahr heißt das Motto “Epilepsie braucht Offenheit – 20 Jahre Tag der Epilepsie”. Zu dieser Offenheit trägt auch der TV-Wartezimmer Patientenfilm ´Epilepsie` bei. Etwa 65.000 Menschen in Österreich sind von Epilepsie betroffen. Damit ist Epilepsie nach Migräne die zweithäufigste chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems, die keine Geisteskrankheit oder ansteckend und nur selten vererbbar ist.

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