Erdberg: Die Tauben werden zur Plage

Die Taubenplage führt nicht nur zu stark verunreinigten Gehwegen im Kreuzungsbereich der Schlachthausgasse mit der Paulusgasse, sondern auch dazu, dass die stark angewachsene Taubenpopulation vermehrt Nistplätze auf den Balkonen der Wohnungen in der Paulusgasse 14 anlegt. Besonders Berufstätige stehen dann vor dem Problem, dass sie am Abend den untertags begonnenen Nestbau entfernen müssen.

"An Wochenenden ist man ständig damit beschäftigt, Tauben vom Balkon zu verscheuchen. Das unbeaufsichtigte Offenlassen der Balkontüren ist auch nicht mehr möglich. Da ich in der Paulusgasse 14 wohne, bin auch ich davon betroffen. Ein Netz vor den Balkon zu hängen und dann ständig durch ein Gitter in den Innenhof bzw. den Himmel zu blicken, ist auch nicht die schöne, angenehme Lösung", erklärt Martin Zigler. Laut Anrainern wird die steigende Plage durch das intensive Füttern der Tauben verursacht. Da vier bis sechs Bruten jährlich bei Stadttauben keine Seltenheit sind, vergrößern sich kleine Taubenschwärme in kurzer Zeit auf ein Mehrfaches. Dass ein Fütterungsverbot ein probates Mittel gegen die Taubenpopulation sein kann, hat London gezeigt. Dort gilt das Verbot sogar für den Trafalgar Square, zu dem die Tauben ebenso gehören wie die Statue von Admiral Nelson. Seit 2001 hat sich dadurch die Zahl der Tiere von mehr als 4.000 auf etwa 1.500 verringert. Sie seien nicht verhungert, sondern hätten nur weniger Nachwuchs bekommen, heißt es.

Den Anrainern hilfreich zur Seite gestellt, hat sich jetzt Werner Amcha von taubenabwehr-wien.at

Hintergrund: Fütterungsverbot

Tierschützer sprechen sich zwar gegen Fütterungsverbote aus, doch verschiedene Studien zeigen, dass es ein probates Mittel im Kampf gegen eine stark anwachsende Taubenpopulation ist.

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