Erinnerung an den Heimatforscher

Stieglitz begann seine ehrenamtliche
Tätigkeit im damaligen „Ottakringer Heimatmuseum“ 1953, veranlasst durch sein
heimatkundliches Interesse. Als geschultem Vortragenden oblagen ihm während der
folgenden 54 Jahre bis zu seinem altersbedingten Rückzug besonders die
Museumsführungen von Schulklassen und Erwachsenen-Gruppen. Die Stadt Wien
honorierte 1989 die jahrzehntelange ehrenamtliche Mitarbeit Stieglitz` im
Bezirksmuseum mit der Verleihung des Goldenen Verdienstzeichens.

Als besondere zeitgeschichtliche Leistung ist wohl die fotografische Dokumentation Ottakrings durch Stieglitz
hervorzuheben. Er hat mit etwa 4.500 Dias Stadtansichten, vorwiegend zum
Abbruch bestimmte Gebäude
, sowie
besondere Ereignisse festgehalten. Das Bezirksmuseum Ottakring ist ihm für
dieses Vermächtnis dankbar, die Erinnerung an Ludwig Stieglitz wird dadurch
dauerhaft aufrechterhalten.

Aus heimatkundlicher Sicht verdient
Stieglitz` umfassende Studie über das „Kaufbuch Neulerchenfeld“ hervorgehoben
zu werden. Dieser Foliant mit den Urkunden der ersten Grundstückskäufe in
Neulerchenfeld wird im Augustiner Chorherrenstift Klosterneuburg, seinerzeit
Grundherren Neulerchenfelds und Ottakrings, archiviert
. Stieglitz hat diese Handschriften nach verschiedenen
Gesichtspunkten aufbereitet.

  • Adresse: Richard-Wagner-Platz 19, 1160 Wien

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