Erotik aus Japan im MAK

Sex bringt Quote – auch im Museum: Japanische Erotik ist nicht zuletzt seit dem Boom einschlägiger Mangas in aller Munde. Dass Japan in dieser Hinsicht mehr zu bieten hat, beweist das MAK in der Inneren Stadt mit seiner neuen Ausstellung. „Shunga. Erotische Kunst aus Japan“ widmet sich bis 29. Jänner den sogenannten Frühlingsbildern. Die Ausstellung zeigt dabei einen unbekümmerten Umgang mit Sexualität, der nicht auf den weiblichen Körper beschränkt und nicht religiös verbrämt ist. Stattdessen steht die lustvolle Vereinigung zweier Menschen im Mittelpunkt.

Die Frühlingsbilder sind Teil der Ukiyo-e-Werke, jenes Genres der Edo-Zeit, bei dem die Lebenswelt des Bürgertums im Fokus stand. So machten Shun-gas – obwohl von der Regierung verboten und nur unter dem Ladentisch erhältlich – schätzungsweise die Hälfte der Ukiyo-e-Produktion aus. Nahezu alle großen Künstler haben auch die expliziten Shun-gas geschaffen. Als Gastkurator hat man sich im MAK mit Diethard Leopold den prominenten Vertreter einer befreundeten Institution geholt, der ausgewiesener Japan-Experte ist. Entsprechend sind die gezeigten Farbholzschnitte Leihgaben der Leopold-Privatsammlung, die von Drucken des MAK und aus einer weiteren Wiener Sammlung ergänzt werden.

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.