Erstes Tor für den Hafen Wien

Szenarien wie beim Hochwasser im Jahr 2002, wo das Hafengelände in der Freudenau über einen Meter unter Wasser stand, gehören nun der Vergangenheit an, genauso die damit verbundenen Schäden in Millionenhöhe.
Davon profitieren nicht nur der Hafen Wien selbst, sondern auch die rund 50 Unternehmen mit ihren rund 1.000 Beschäftigten, die sich im Hafen Freudenau angesiedelt haben. Im nächsten Schritt investiert der Hafen Wien rund 35 bis 40 Millionen Euro, um auch den Hafen Albern in Simmering bis zum Jahr 2013 mit einem Hafentor auszustatten und das Dammsystem zu modernisieren. Dann soll auch Albern komplett vor Hochwasser gesichert sein. Schon vor dem Projekt „Hafentor“ wurde bereits der 1,5 Kilometer lange Hochwasserschutzdamm, der den Donaukanal vom Hafenbecken trennt, abgedichtet und verstärkt.

Schutz vor Schäden in Millionenhöhe

Jetzt schützen Tor und Damm die mit einer Fläche von insgesamt mehr als einer Million Quadratmetern wichtigste Logistikdrehscheibe an der Donau.
Der neue Hochwasserschutz ist für ein sogenanntes Jahrhundert-Hochwasser mit einer Durchflussmenge der Donau von 14.000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ausgelegt. Ohne Hafentor und ohne Abdichtung des Hafendammes würde bei einer solchen Naturkatastrophe der Hafen bis zu drei Meter unter Wasser stehen. Damit wären Schäden von bis zu 240 Millionen Euro verbunden. Rund 15 Mann haben in den vergangenen dreißig Monaten auf der Großbaustelle täglich, oft auch rund um die Uhr, daran gearbeitet, das Hafentor planmäßig fertigzustellen. 26,5 Meter lang, 13,5 Meter hoch und 200 Tonnen schwer ist das neue, komplett aus Stahl gefertigte Hafentor. Um dem riesigen Druck standzuhalten, der mit einem Hochwasser verbunden ist, hat der Stahlkörper eine Stärke von knapp zwei Metern und entspricht im Längsschnitt der Größe eines halben Tennisplatzes. Im Prinzip funktioniert das Hafentor wie ein Schiebetor: Noch bevor das Hochwasser Wien erreicht hat, wird das Hafentor geschlossen. Je nach Wasserstand dauert es rund 20 Minuten, bis das mächtige Tor den Hafen dichtmacht. Im Bedarfsfall ermöglichen drei große Tauchpumpen ein Abpumpen von über drei Kubikmetern Wasser pro Sekunde.

  • Adresse: Handelskai 343, 1020 Wien

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