Exil-Literaturpreis 2016 geht an Vienna Business School Augarten

Am 12. November wurden die Exil-Literaturpreise 2016 im Rahmen der BUCHWIEN verliehen. Schüler und Schülerinnen der Vienna Business School Augarten gewannen dabei jene der acht Kategorien, die literarischen Projekten an Schulen gewidmet ist. Die Schüler, die zum Zeitpunkt der Einreichung die ersten Klassen 1CK und 1VB besuchten, wurden für ihre literarischen Projekte „Sprachbarrieren brechen“ und „Wonach schmeckt die Welt“ ausgezeichnet.

Wie begegnen Österreicher Fremden? Wie begegnen wir anderen Sprachen, etwa der Gebärdensprache? Und wie begegnen wir fremden Gesten, die wir in unserer eigenen Kultur ganz anders deuten? Diesen Fragen stellten sich die Schülerinnen und Schüler der 1CK Handelsakademie der Vienna Business School Augarten – und fanden teils verblüffende, teils auch humorvolle Antworten, die sie in Texten verarbeiteten: „In meiner Kurzgeschichte beschreibe ich, wie eine meiner Freundinnen während des Urlaubs in Thailand einen Club besucht. Als sie dort von einem Einheimischen gefragt wurde, ob ihr der Club gut gefalle, streckte sie begeistert den Daumen nach oben, denn es gefiel ihr wirklich sehr. Dass eine kleine Geste zu großen Missverständnissen führen kann, hat sie gesehen, als der Mann einfach ging, ohne etwas zu sagen“, lacht Schülerin Tamara Milovanovic (15 Jahre), die im Rahmen des nun mit dem Exil-Literaturpreis prämierten Klassenprojekts den Text „Daumen hoch“ beigetragen hat.

Wonach schmeckt die Welt?

Im literarischen Projekt der Klasse 1VB der Vienna Business School Augarten, das ebenfalls ausgezeichnet wurde, ging es darum, den Geschmack der Welt durch die Sprache sinnlich erfahrbar zu machen. „Es ging um persönliche Bezüge, aber auch um politische Zugänge zum Thema. Dabei entstanden sprachliche Bilder wie ‚Meine Welt schmeckt nach Börek‘ bzw. ‚die Erinnerungen an meine Großmutter schmecken nach Schokoladenkuchen‘ und Geschichten, die sich im metaphorischen Sinne mit dem Geschmack der Welt beschäftigen. Es sind Texte, die von Krieg, Flucht aber auch Nächstenliebe und Menschlichkeit handeln“, erzählt Mag. Katharina Demmelbauer, die als Deutschlehrerin der Schule beide literarischen Projekte initiierte und begleitete.

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