Fahrerlose E-Busse fahren ab 2019 in der Seestadt

Wien hat seine ersten beiden fahrerlosen Elektrobusse. Die Fahrzeuge sollen nach ­etlichen Tests ab 2019 in der Seestadt Aspern zirkulieren und für eine bessere Erreichbarkeit der U-Bahn und einer künftig dort fahrenden Straßenbahn sorgen.
 
vorreiter
„Wien stärkt damit seine innovative Vorreiterrolle“, freut sich Öffi-Stadträtin Ulli Sima. Der 4,75 Meter lange Minibus erreicht 20 km/h und kann elf Fahrgäste transportieren. Einstweilen ist noch ein sogenannter Operator an Bord, der den Betrieb überwacht. Das Projekt, das ­zunächst bis 2020 läuft, ist quasi Vorreiter für einen späteren Einsatz an dünn besiedelten Stadträndern.

Erfahrung aus Frankreich

Hersteller des selbstfahrenden E-Busses ist das französische Unternehmen Navya, das in diesem Projekt mit dem Austrian Institute of Technology, dem TÜV Austria, dem Kuratorium für Verkehrssicherheit, Siemens Österreich und den Wiener Linien zusammengearbeitet hat. 
All jenen, die sich einen fahrerlosen Busbetrieb noch nicht so recht vorstellen können, nimmt Navya-Manager Frédéric Sartou die Bedenken: „Diese Busse setzen wir seit drei Jahren in Lyon ein.“
Hans-Paul Nosko