In Favoriten gibt es alles

Hermine Mospointner ist seit 22 Jahren Bezirksvorsteherin. Sie liebt Favoriten, der Bezirk ist im ständigen Wandel, ob U-Bahn oder grünes Wohnen.

Ausbau der U-Bahn

Der Ausbau der U-Bahn vom Reumannplatz bis zur Therme Wien bringt mit fünf neuen Stationen für viele Favoritner einen großen Zeitgewinn beim Weg in die Arbeit oder zur Schule. Das hat auch Auswirkungen auf das Netz der übrigen ­öffentlichen Verkehrsmittel im Bezirk.

Neue Wohnungen

Viele der 10.000 neuen Wohnungen, die jährlich in Wien gebaut werden, entstehen in Favoriten: Der Ausbau des Sonnwendviertels ist voll im Gange, an der Endhaltestelle der U1 entstehen mehr als 400 Wohnungen, auf dem ehemaligen AUA-Gelände werden 150 Gemeindewohnungen gebaut, in der Laaer-Berg-Straße im dritten Bauteil der Grundäcker direkt an der U-Bahn-Haltestelle 700 Wohnungen, auf das ehemalige Coca-Cola-Gelände an der Triester Straße kommen über 1.000 Wohnungen.

Sicherheit im Bezirk

Laut einer Umfrage fühlen sich die Favoritner nicht sehr ­sicher. Ein wenig liegt das auch an der Berichterstattung. Die Sicherheitskommission im Bezirk hat fest­gestellt, dass Favoriten mit 190.000 Einwohnern in den absoluten Verbrechenszahlen immer sehr weit vorne ist, pro Kopf gerechnet, gibt im Bezirk aber sogar ­weniger Straftaten. Trotzdem soll es eine rasche ­Angleichung des Iststands an den Sollstand, was die Polizei im Bezirk betrifft, geben.

Früher war Favoriten ein typischer Arbeiterbezirk. Heute gibt es eine gute Mischung, aber laut Statistik bewegt sich Favoriten immer noch an der unteren Einkommensschwelle. Für ein Parkpickerl in Favoriten muss es einen Grundsatzbeschluss aller Parteien geben, die Diskussion ist gerade im Gang.

Stefan Joham
0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.