Fiakerverbot in der Wiener Herrengasse

Vier Pfoten begrüßt generell jede Maßnahme, die Fiaker-Fahrten in der Innenstadt reduziert, auch wenn dies nicht aus Tierschutzgründen erfolgen sollte. Die Organisation sieht sich im Gegenteil zusätzlich bestätigt. Seit Jahren fordern die Tierschützer, dass Fiaker-Fahrten ausschließlich in Grünanlagen durchgeführt werden. Und es wird nun immer deutlicher, dass die Forderung auch abseits des Tierschutzes ihre Berechtigung hat. Dass mit den vielen Fiaker-Fahrten auch die Straßenbeläge Wien beschädigt werden, ist letzten Endes ja nicht nur eine Kosten-, sondern auch eine Sicherheitsfrage.
 
Generell wundert man sich, warum die Fiaker-Innung nicht auch selbst konstruktive Reformvorschläge macht, anstatt sich immer nur gegen jede Änderung zur Wehr zu setzen. Im Jahr 2017 ist diese fragwürdige Wiener Tradition einfach nicht mehr zeitgemäß – sei es aus Tierschutz-, sei es aus Umweltgründen. Vier Pfoten warnt noch einmal davor, sie auch noch zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe zu machen; einen entsprechenden Antrag hat die Fiaker-Innung vor kurzem beim zuständigen UNESCO-Büro gestellt.
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