Finanzamt droht schon bald abzuwandern

Geheime ÖVP-Pläne nach dem Wiener Wahltag

Was natürlich nicht heißt, dass die Margaretner Bevölkerung in Zukunft keine Steuern mehr zahlen muss. Was aber sehr wohl bedeuten würde, dass der Weg zum Finanzamt ein langer und beschwerlicher werden könnte.
"Ein Skandal“, wettert ­Walter Fandl, der Klubobmann der SPÖ Margareten. "Die Bezirks-ÖVP weiß zwar sehr wohl über diese gar nicht mehr so geheimen Pläne ihres schwarzen Finanzministers Josef Pröll Bescheid, versucht diesen Umstand aber im Wahlkampf zu verschweigen.“ Fandl erklärt, warum eine Absiedlung in einen anderen Stadtteil Wiens vor allem die "kleinen“ Leute wie ein Keulenschlag treffen würde. 

ÖVP pfeift auf die Kleinen & Älteren

"Den reichen Leuten, für die sich die ÖVP gerne stark macht, kann es egal sein, wo sie ihre Steuererklärungen abgeben. Für viele Arbeiter und ältere Leute dagegen ist eine Fahrt quer durch die Stadt unzumutbar. Obwohl diese ohnehin nur ein paar Cent vom Finanzamt zurückerstattet bekommen. Wieder einmal sollen die Kleinen die Zeche zahlen“, wettert Fandl.
Die SPÖ-Fraktion im Bezirksparlament hat deshalb einen Antrag eingebracht. Inhalt: Der Finanzminister soll darauf einwirken, dass das Finanzamt in der Kriehubergasse erhalten bleibt. Der Margaretner Bevölkerung (rund 53.000 Einwohner) sei nicht zumutbar, lange Strecken zu einem anderen ­Finanzamt zurückzulegen.
Der Finanzamtsbesuch über das Internet (FinanzOnline) sei flächendeckend noch nicht üblich und werde überdies von älteren Menschen wenig genutzt.

  • Adresse: Kriehubergasse 24-26, 1050 Wien

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