Floridsdorf: Bezirksvorsteher Papai zu Schlingermarkt und Krankenhaus Nord

WBB: Herr Bezirksvorsteher, zur Belebung Schlingermarkt wurde und wird sehr viel getan. Kürzlich ging die Veranstaltungsreihe der „Küche 21“ zu Ende. Hat das den erhofften Anschub gebracht?
Papai: Die „Küche 21“ war ein sehr guter Impulsgeber für den Markt und hat neue Interessenten gebracht. Danke an die TU-Studenten!
Ich bin sogar darauf angesprochen worden, ob der Holzbau nicht für immer stehen bleiben kann.

Kann er?
Das ist nicht so einfach. Bereits die Bewilligung für einen Monat zu erhalten, war ein hartes Stück Arbeit.

Was sind nun die nächsten Vorhaben?
Ich möchte, dass eine Arbeitsgruppe ein großes Leitbild für den Schlingermarkt erstellt, an dem in den nächsten Jahren gearbeitet wird. Der Schlingermarkt braucht eine neue Vision.

Was ist nötig, um den Schlingermarkt attraktiver zu machen?
Die Standler brauchen gemeinsame Öffnungszeiten. Die Gebietsbetreuung wird dazu eine Umfrage bei allen Standlern machen und der Bezirk wird im Herbst die Konsumenten befragen.

Wie steht das Bauprojekt Krankenhaus Nord?
Das Krankenhaus Nord wird eine wichtige Verbesserung der Gesundheitsversorgung der FloridsdorferInnen mit sich bringen. Fertigstellung des Gebäudes bis Ende 2017, 2018 übersiedeln die Stationen, danach gibt es einen Probebetrieb ohne PatientInnen und nach dieser Phase den Echtbetrieb.

Die Bedeutung des Projekts reicht aber über das Spital selbst hinaus.
Natürlich. Das Krankenhaus Nord wird eine Innovationslokomotive für die Achse Brünner Straße sein. Das Rote Kreuz und die Johanniter haben bereits ihre Zentrale für Wien-Nord gegenüber dem Spitalsgelände eingerichtet. Außerdem wird es eine neue Station für die Wiener Rettung geben.
Darüber hinaus ordinieren auch schon zwei Ärzte dort. Nach dem Prinzip, dass in Zukunft Patienten von den Spitalsärzten in die Ordination beziehungsweise umgekehrt überwiesen werden können.

Welche neuen Stationen wird es im Krankenhaus Nord geben?
Zum einen eine 24-Stunden-Notfallsambulanz. Aber auch die modernste Herz und Gefäßchirurgische Abteilung.
Und eine Premiere gibt es für unseren Bezirk: Die Geburtenstation der Semmelweisklinik wird ins Krankenhaus Nord übersiedeln, wodurch es zum ersten Mal – abgesehen von Hausgeburten – geborene Floridsdorfer geben wird.

Zum Thema Sicherheit. Wie steht es um den Bereich Franz-Jonas-Platz?
Ich gehe jeden Tag zu unterschiedlichen Zeiten über den Platz, um mir ein Bild zu machen. Das Fair-Play-Team, das aus drei Sozialarbeitern besteht, arbeitet sehr gut. Ab 2017 soll es ganzjährig unterwegs sein.
Die Straßenbahnunterführung, die früher ein Angstraum war, ist es jetzt dank der neuen Beleuchtung nicht mehr.

Wer ist noch im Einsatz?
Die Polizei hat nach Gesprächen mit dem Bezirk die Präsenz nochmals erhöht. Allein im Mai wurden mehr als 400 Personenkontrollen im Bereich Franz-Jonas-Platz durchgeführt. Daneben arbeiten der Verein Streetwork und die Drogenkoordination der Stadt Wien. Dieser Maßnahmenmix aus Polizei, Ordnungsberatern und Sozialarbeit führt zu einer Verbesserung.

Um das Flüchtlingsheim in der Siemensstraße ist ziemlich ruhig geworden.
Das stimmt. Es gab überhaupt keine Anrainerbeschwerden und auch nicht mehr Einbrüche oder Ladendiebstähle als vor dem Einzug der Asylwerber. Und die 120 Flüchtlinge aus der Grellgasse übersiedeln Ende Juni in den 9. Bezirk.

Der Mistplatz Felmayergasse soll aufgelassen werden. Was ist hier zu erwarten?
Die MA 48 hat mich informiert, den Mistplatz aufzulassen zu müssen. Eine Sammelstelle sowie ein Mobiler Problemstoffsammelbus werden den Bedarf auffangen. Am Gelände selbst wird auf Kosten der Fachdienststelle ein neuer Jugendspielplatz errichtet.

Zum Abschluss eine sportliche Frage:Wer wird Europameister?
FAC spielt ja leider nicht mit!

Danke für das Gespräch.

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