Floridsdorfer Erfindung „killt“ Pfusch

Für gleich drei Projekte an der Donaufelder Straße im 21. und 22. Bezirk fiel letzten Oktober der Startschuss: für den Neubau eines StudentInnenwohnheims mit 322 Plätzen auf dem Campus Donaufeld, das unter dem Motto „Wohnen mit Tieren“ steht, für die Revitalisierung eines Altbaus, der zu einem Wohnheim für Gastwissenschafter und Lehrgangsteilnehmer mit 46 Plätzen umgebaut wird, und für ein neues Wohnprojekt, das insgesamt 272 geförderte Wohnungen bieten wird. 

Tolles Know-how aus Floridsdorf

Das Gesamtprojekt liegt zeitlich voll im Plan und verfügt über ­einen großen Vorteil ­gegenüber ähnlich großen Baustellen in anderen Ländern: Den „Razzien“ von ­Finanzamt, Sozialversicherungen und ­anderen Behörden sieht man hier gelassen entgegen, weil sich alle beteiligten Firmen – vom Baukonzern bis zum ­kleinen Subunternehmer?– auf den Einsatz eines fortschrittlichen Personal­erfassungssys­tems geeinigt haben. Die Rede ist von der ISHAP-Card der gleichnamigen Florids­dorfer Softwarefirma, die auch bei den Behörden gerne gesehen ist. 

Die „Razzia“ wird via Handy erledigt

Das Prinzip ist simpel: Alle ­Arbeiter auf der Baustelle werden erfasst und mit einer Karte ausgestattet.
Bei Bedarf wird mittels Internet-Handy und einem Programm in Sekundenschnelle ermittelt, ob die Sozialversicherungsnumer des Arbeiters gültig ist. ISHAP-Vertriebsleiter Thomas Korol: „Das Sys­tem ist kostengünstig, erspart langwierige Kontrollen und damit den Stillstand auf der Baustelle. Es schließt Schwarzarbeit so sicher aus, dass kaum ein seriöser Unternehmer mehr darauf verzichten will.“
Das Know-how der Vier-Mann-Firma, die erst vor zwei Jahren gegründet wurde, ist mittlerweile heiß begehrt. Baumeister Thomas Korol, der in seiner Zeit als Projektleiter von Goßbaustellen die Marktlücke entdeckte: „Wir kennen die arbeitsrelevanten Dokumente aller Herren Länder – früher fragten wir nach, heute sind wir eine geschätzte Anlaufstelle.“

www.ishap.at

  • Adresse: Donaufelderstraße, 1210 Wien

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