Floridsdorfs neuer Bezirksvorsteher im WBB-Talk

Herr Lehner, wie sehr hat sich Floridsdorf während Ihrer 20-jährigen Amtszeit verändert?

Heinz Lehner: Enorm! Die Donauinsel ist fertiggestellt worden, die U-Bahn fährt bis nach Floridsdorf, neue Stadterweiterungsgebiete sind entstanden … Das ist das Schöne an der Arbeit als Bezirksvorsteher – man spürt deutlich die Auswirkungen seiner Tätigkeit.

Und wie wird Floridsdorf in 20 Jahren aussehen, Herr Papai?

Georg Papai: Das Krankenhaus Nord ist fertiggestellt und die ersten gebürtigen Floridsdorfer werden dann auch schon wieder Teenager sein. Unser Bezirk wird sich weiterentwickelt haben, es wird viel für Kinder, Jugendliche und Senioren gemacht worden sein. Ich möchte in den nächsten Jahren auf jeden Fall das Miteinander im Bezirk fördern, Modelle entwickeln, die die Bevölkerung in Entscheidungen miteinbinden. Ich möchte die Tätigkeit unserer Ehrenamtlichen stärken, ich möchte auch eine Park-Offensive starten, damit unser Bezirk in 20 Jahren noch Grünraum und Frei­flächen hat. Heinz Lehner: In 20 Jahren wird das Wachstum des Bezirks abgeschlossen sein. Genügend Freiflächen sind schon jetzt fix vorgesehen. Das haben wir uns vorgenommen, dass Floridsdorf seine Dörfer behalten muss und die Freiflächen dazwischen erhalten bleiben.

Gleichzeitig werden, wie im Donaufeld, Grünräume und Freiflächen verbaut.

Georg Papai: Hier werden 6.000 neue Wohnungen entstehen und da ist es freilich eine große Herausforderung, gemeinsam mit den Anrainern einen Konsens zu finden. Das wird kein einfacher Weg, aber der einfachste Weg ist nie der Beste.

Ist Ihr Vorgänger Heinz Lehner ein Vorbild für Sie?

Georg Papai: Wir arbeiten politisch schon sehr lange zusammen. Er ist schon lange ein Vorbild. Er ist ehrlich. Wenn er etwas sagt, dann meint er das auch so. Vieles im Bezirk möchte ich deshalb in seiner Tradition weiterführen, z.B. dass die Kindergärten und Schulen, also die Räumlichkeiten, wo Bildung stattfindet, im Topzustand sind. Hier zu investieren war eine bewusste Entscheidung des Bezirks und das will ich weiterführen

Und wollen Sie manches auch anders angehen?

Georg Papai: Ich möchte für den Kontakt zu den Floridsdorfern vermehrt auch die neuen Medien nutzen, z.B. über meine Facebook-Seite über aktuelle Bezirksprojekte informieren.
Heinz Lehner: Also ich nutze sehr wohl auch die neuen Medien (lacht). Ich sitze sehr oft noch bis spät in die Nacht und beantworte E-Mails.

Was planen Sie in der ­Pension? Bleiben Sie dem Bezirk erhalten?

Heinz Lehner: Ich werde bestimmt die ein oder andere Aufgabe im Vereinsbereich übernehmen. Vor allem will ich viel Zeit mit meiner Familie verbringen. Ich habe auch vor, mein neues E-Bike, das ich zum 40. Hochzeitstag ­bekommen habe, mehr zu nützen. Ich will mehr foto­grafieren, filmen …

Herr Papai, am 20. März ist Ihr erster Arbeitstag. Wie gefällt Ihnen Ihr neues Büro? Werden Sie viel ­verändern?

Georg Papai: Ich möchte einen neuen Sitzungstisch, an dem mehr Personen Platz haben. Und ich werde in meinem neuen Büro ein Bild mit den Floridsdorfer Wahrzeichen aufhängen.

Umfrage: was wünschen Sie dem neuen und dem ”alten“ Bezirksboss?

Rudolf Hundtorfer, Sozialminister:

„Heinz Lehner wünsche ich eine stabile Gesundheit, das ist das Wichtigste. Und Georg Papai wünsche ich viel Glück. Das Können hat er, das Gespür für Menschen hat er und eine dicke Haut hat er auch – das haben wir ihm schon beigebracht.“

Norbert Scheed, Donaustadts Bezirksvorsteher:

„Dem Neo-Pensionisten wünsche ich, dass alle seine Träume in Erfüllung gehen mögen. Und Georg wünsche ich, dass er sich seine offene Art und sein sonniges Gemüt behält und bewahrt – dann kann eigentlich nichts schiefgehen.“

Hannes Derfler, Brigittenaus Bezirksvorsteher:

„Heinz Lehner wünsche ich vor allem Gesundheit und Kraft für seinen neuen Lebensabschnitt. Georg Papai wünsche ich, dass er den erfolgreichen Weg Floridsdorfs weiterführt und dass er sich seine jugendliche Energie bewahren möge.“

Sandra Frauenberger, Frauenstadträtin:

„Dem neuen Bezirksvorsteher wünsche ich ganz viel Energie und Innovationsgeist, und dem „alten“ Bezirksvorsteher gilt es zu danken. Für uns Stadträte war Heinz Lehner immer ein sehr guter Ansprechpartner, er hatte Handschlagqualität.“

Christian Deutsch, SP-Landesparteisekretär:

„Heinz wünsche ich, dass er nun endlich alles machen kann, wozu er als Bezirksvorsteher keine Zeit hatte. Und Georg, dass er alle Projekte, die er sich vorgenommen hat, gemeinsam mit der Bevölkerung durchsetzen kann.“

Christian Oxonitsch, Bildungsstadtrat:

„Georg Papai wünsche ich, dass er die Chance bekommt, den Bezirk so zu prägen, wie es sein Vorgänger getan hat. Und Heinz Lehner wünsche ich, dass er die Milde entwickelt, diese Gestaltung des Neuen mit Wohlwollen zu betrachten.“

Sonja Wehesely, Gesundheitsstadträtin:

„Dem Scheidenden wünsche ich viel Spaß, Freude und Zeit für alles, was sich bisher in seinem Politikerleben nicht ausgegangen ist. Und dem neuen wünsche ich viel Glück und viel Spaß. Denn Arbeit sollte immer auch Spaß machen!“

Michael Ludwig, Wohnbaustadtrat:

„Heinz Lehner wünsche ich, dass er seine neu gewonnene Freizeit gemeinsam mit seiner Familie genießen kann, und der neue Bezirksvorsteher Georg Papai soll mit neuen Ideen auf dem aufbauen, was sein Vorgänger geleistet hat.“

Harry Kopietz, Landtagspräsident:

Beiden wünsche ich Gesundheit und Glück. Heinz Lehner war immer ein Unermüdlicher, er wird es auch bleiben. Und Georg Papai wird bestimmt ein großartiger Bezirksvorsteher, der für die Menschen und mit den Menschen arbeiten wird.

Rudi Schicker, SP-Rathausklub-Vorsitzender:

„Ich wünsche dem neuen Bezirksvorsteher, dass er Floridsdorf genau so hervorragend entwickelt und verwaltet wie es sein Vorgänger getan hat. Und Heinz soll sich endlich mehr Zeit nehmen für seine Hobbies können.“

  • Adresse: Am Spitz 1, 1210 Wien