Fünf neue Stationen

Dieser Wachstumsschub wird in die Öffi-Geschichte eingehen. Als am 2. September die U1 verlängert wurde, feierte die ganze Stadt mit. Noch nie waren weite Teile des 10. Bezirks besser angebunden als jetzt.

Niemals zuvor gab es eine längere Wiener U-Bahn-Linie. Mit stolzen 19 Kilometern entwickelte sich die U1 zur neuen Hauptlinie der Wiener und verbindet nun den Nordrand der Stadt direkt mit dem Süden.

Harte Arbeit

Es war keineswegs einfach, eine zusätzliche Strecke von 4,6 Kilometern Länge zu errichten. In knapp 2.555 Tagen konnten fünf neue Stationen gebaut werden, ganz zum Vorteil der Bewohner von Favoriten. Die Herausforderungen beim Bau der Stationen, drei sind unterirdisch, zwei an der Oberfläche, waren äußerst vielfältig. „Die Belastungen für die Anrainer sollten so ­gering wie möglich gehalten werden. Auch der normale Betrieb auf der existierenden U1-Strecke musste reibungslos weiterlaufen, während ­wenige Zentimeter daneben schon an neuen Tunneln ­gegraben wurde“, schildert Erwin Scheidl, Leiter der ­Abteilung U-Bahn-Bau bei den Wiener Linien.

Neue Strecke

Von Oberlaa gelangt man ab sofort in nur 15 Minuten zum Stephansplatz. Austria-Wien-Fußballfans können künftig über die Station Altes Landgut direkt in die neue Generali-Arena fahren. Auch die Therme Oberlaa und die FH Campus Wien mit 4.000 Studenten ist fortan schneller erreichbar. Mit einem Intervall von nur 2,5 Minuten zur Morgenspitze wird der täg­liche Weg in die Arbeit für ­Favoritner um einiges leichter. Vom Ausbau der U1 profitieren inklusive des gesamten Einzugsgebiets der neuen Strecke mehr als 50.000 Menschen. Die Investition von 600 Millionen Euro hat sich also gelohnt.

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.