Gardegasse: Bezirk will den Rückbau

Jetzt ist das Thema Fußgängerzone Gardegasse vollends unübersichtlich geworden. Bürgerinitiativen mit völlig konträren Zielsetzungen sind ebenso emsig aktiv wie die Bezirksparteien, die ebenfalls sehr unterschiedliche Vorstellungen über die Gestaltung des Gässleins haben.

Grüne Probleme mit einem Rückbau

Fakt ist, dass auf Wunsch von Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger nach der vorjährigen Gemeinderatswahl die Gardegasse zur Fußgängerzone wurde. Das hat Anrainer auf die Barrikaden getrieben, die die Fuzo für lange Parkplatzsuche und Umwege verantwortlich machen. Eine andere Bürgerinitiative wiederum freut sich über den  geringeren Verkehrslärm vor der Haustüre in der Gardegasse. Sie will den Status quo ebenso beibehalten wie der grüne Bezirksvorsteher. Heftig für den Rückbau der Gardegasse plädiert die Bezirks-SPÖ.
BV-Stellvertreter Rainer Husty schaffte sogar eine Mehrheit im Bezirksparlament für den Rückbau – gemeinsam mit der Bezirks-VP. "Damit ist deutlich, dass die Maßnahme auch in der Bevölkerung keine Mehrheit hat", so Husty. Der Bezirksbeschluss bedeutet aber nicht den sofortigen Rückbau der Fuzo. Die Mehrheit des Bezirksparlaments ist nicht bindend für die zuständigen Magistratsbehörden. Zuständig ist die grüne Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou. Sie sieht sich in der unglücklichen Lage, gegen den Willen ihres grünen Bezirksvorstehers und Parteifreunds handeln zu müssen. Deshalb wird die Frage von ihr auch angefasst wie ein heißer Erdapfel. Der Ärger ist jedenfalls prolongiert.

  • Adresse: Gardegasse, 1070 Wien

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