Geförderter Wohnbau: Mangelware.

Die Wartelisten für geförderte Wohnungen sind lange, in den letzten Jahren ist die Nachfrage sogar um 50 Prozent gestiegen. Und geht es nach den gemeinnützigen Bauvereinigungen, so sollen diese bald noch länger werden. Denn die stellen der heimischen Wohnbauförderung kein allzu gutes Zeugnis aus. Nach starken Ausweitungen der Wohnbaufinanzierung in den Vorjahren sind die Förderzusagen im vorigen Jahr um 16 Prozent niedriger, womit man auf 22.600 geförderte Wohnungen kommt. Besonders stark eingebrochen sind die Bauförderungen für Mietwohnungen. Um die Förderlücke der letzten Jahre in diesem Segment auszugleichen, die sich mitunter aus der stetig steigenden Nachfrage ergibt, müsste die Wohnbauförderung für günstigere Mietwohnungen eigentlich um ca. 3.500 Wohnungen pro Jahr ausgeweitet werden. Stattdessen wurde die Förderleistung 2015 um 18 Prozent bzw. 14.600 Wohnungen gesenkt.

Erhöhte Baugrundpreise
Die Gründe dafür sind mannigfaltig. Vor allem der Mangel an günstigem Bauland lässt Bauträger verstärkt auf frei finanzierte Bauprojekte ausweichen. Denn wenn Bauträger bei geförderten Bauprojekten maximal 250 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche verlangen dürfen, diese aber erst ab 500 Euro pro Quadratmeter zu haben seine, rentiert sich die Inanspruchnahme einer Förderung für Bauträger nicht. Strengere technische Bauvorschriften tun ihr Übriges und verringern die Nutzfläche in Neubauten. So müssen sich etwa druckbelüftete Strom-Trafostationen künftig im Erdgeschoß befinden statt wie bisher im Keller.

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