Gemeindebau nach Sarközi benannt

Seit Oktober trägt die städtische Wohnhausanlage Springsiedelgasse 32 den Namen „Rudolf-Sarközi-Hof“ – ­benannt nach dem Gründer des Kulturvereins österreichischer Roma. Er setzte sich ­federführend für die Anerkennung der Roma und Sinti als österreichische Volksgruppen ein und war der erste Roma, der hierzulande in ein poli­tisches Amt gewählt wurde. Zwischen 2001 und 2010 war er Bezirksrat in Döbling.

Würdigung

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig, Bezirksvorsteher Adolf Tiller und Gemeinde­rätin Barbara Novak würdigten bei der Benennung des Gemeindebaus in Anwesenheit einiger Familienmitglieder die Leistungen von Rudolf Sarközi, der in dieser Wohnhausanlage 52 Jahre lang ­gelebt hatte. Sarközi wurde im „­Zigeuner-Anhaltelager“ ­Lackenbach im Burgenland ­geboren. Zahlreiche Mitglieder seiner Familie, darunter seine burgenländischen Großeltern, wurden in Vernichtungslagern ermordet. Nach dem Krieg wuchs er in Unterschützen im Burgenland auf und besuchte die Volksschule. In der Folge war er vom ­Zugang zu höherer Bildung nahezu völlig ausgeschlossen. „Sarközi gilt nach wie vor weit über die Grenzen Österreichs hinaus als Brückenbauer für ­Toleranz und gegensei­tiges Verständnis“, erklärte Stadtrat Ludwig bei der Würdigung Sarközis im Rahmen der Benennungsfeier. „Es ist daher mehr als gerechtfertigt, dass ,seine‘ Wohnhausanlage seinen Namen ­erhält“, so BV Adolf ­Tiller.

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