Gemeinsame Fläche? Eine Gefahrenquelle!

„Wenn Bezirksvorsteher Blimlinger, wie er selbst sagt, fast zehn Jahre lang nachgedacht hat und so etwas herauskommt, ist das ein politisches Armutszeugnis“, sagt Kuntzl. Stein des Anstoßes sind die Pläne der Grünen, die Mariahilfer Straße in einem Teilbereich zu einer Art überdimensionierten Wohnstraße zu machen, in der sich Autos, Radfahrer und Fußgänger eine einzige gemeinsame Verkehrsfläche teilen.

„Shared space“ ist dafür nicht geeignet

„Shared space“ nennt sich das Konzept, das Kuntzl im Fall der Mariahilfer Straße als „eher gefährlich“ kritisiert. „Das bewährt sich in Wien schon lange in Wohnstraßen, in denen Anrainer-PKW auf dem Weg zum Parkplatz oder zur Garage rollen. Es ist aber sicher nicht für einen Einkaufsboulevard geeignet.“
Die Vorsitzende der SPÖ Neubau sorgt sich vor allem um die schwächsten Verkehrsteilnehmer – die Fußgänger. „Familien mit kleinem Kindern, aber auch ältere Menschen, die oft nicht mehr so gut hören und sehen, wären extrem gefährdet.“ Die SPÖ Neubau stünde jedenfalls für solche „halbherzigen Experimente“ nicht zur Verfügung. „Entweder ganz oder gar nicht“, sagt Kuntzl, die sich in Teilabschnitten der Mariahilfer Straße eine „echte“ Fußgängerzone vorstellen kann. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass diese nicht nur eine gewinnträchtige Konsummeile wird, sondern um neue Funktionen – als urbaner Erlebnis- und Freizeitraum – erweitert würde. „Konkrete Überlegungen zu Gestaltung, Machbarkeit und der Umsetzung intelligenter Verkehrslösungen sind bereits im Gange, auch erste Gespräche mit der Stadtregierung.“(gb)

  • Adresse: Mariahilffer Straße 92, 1070 Wien

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *