Gemischter Satz wird zum gemixten Schatz

Deftiges Essen am Maurer Hauptplatz genießen und ein Flascherl für zu Hause einkaufen – dafür steht der (preisgekrönte) Name ­Zahel im Süden Wiens. Dass Winzer Richard Zahel dieser Tage als echter Jet-Setter in den entlegeneren Gegenden der Welt zu erreichen ist, hätte wohl früher niemand gedacht. Tatsächlich ist der Wein in den USA derzeit total „in“, obwohl die Amerikaner die heimischen Sorten kaum über die Lippen bringen. „Der Konsument, der sich in den USA wirklich für Wein interessiert, weiß es sehr zu schätzen, dass hier eine uralte Tradition, die mehr oder weniger ein ­Schattendasein geführt hat, eine ­Renaissance erlebt“, erklärt dazu Zahel-Sprecher Wolfgang ­Krinninger.

Prost oder Cheers: Zahel goes New York

Der „Gemischte Satz“, der von der „Slow Food“-Bewegung (die alte Sorten und Rezepte propagiert) als „Präsidia-Produkt“ prämiert wurde, wird schon mal als „gemixte Schatz“ oder ähnlich klingend geordert. In New York, Boston, Providence und San Francisco erfreut sich die Sorte, die erst vor 10 Jahren (wieder) das Licht der Welt erblickte, in exklusiven Restaurants und Bars allergrößter Beliebtheit. So finden sich Zahels edle Tropfen zum Beispiel auf der Weinkarte des mit einem Michelin-Stern geschmückten Seasonal Restaurant. Derzeit rittert die Familie Zahel auch erfolgreich um Ausschreibungen von Staatsmonopol-Staaten wie Norwegen und Kanada. Die Massenprodukte aus Übersee werden hingegen in heimischen Regalen zunehmend zu Ladenhütern.

  • Adresse: Maurer Hauptplatz 9, 1230 Wien

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