Gewappnet für die Zeitumstellung

Wer hat an der Uhr gedreht – ist es wirklich schon so spät? Am kommenden Sonntag werden um 2 Uhr die Uhren auf 3 Uhr nach vorne gestellt – von Winter- auf Sommerzeit. Damit „verlieren“ wir eine Stunde unserer normalen Schlafzeit. Viele Menschen spüren diesen „Mini-Jetlag“ überhaupt nicht. Kinder und Jugendliche sollten aber auf die Umstellung vorbereitet sein, sie sind von der Umstellung am stärksten betroffen. Das betont Gerhard Klösch, Schlafforscher von der Universitätsklinik für Neurologie der MedUni Wien.

Das liegt zum einen an der Physiologie der jungen Menschen, andererseits an der ständigen Verfügbarkeit digitaler Endgeräte wie Handy, Tablet oder PC. Klösch erwähnt: „Bis zum 10. Lebensjahr brauchen wir zwischen zehn und elf Stunden erholsamen Schlaf, als Jugendliche rund neun Stunden. Erst danach sind sieben Stunden ausreichend.“ Daher sollten die Kids darauf achten, dass sie nicht schon vor dem kommenden Sonntag in ein Schlafdefizit geraten.

Generell ist die Umstellung – egal ob von Winter- auf Sommerzeit oder umgekehrt – nicht mehr zeitgemäß und unnötig, sagt der Schlafforscher der MedUni Wien. Denn der menschliche Organismus passt sich ohnehin automatisch vor allem an den natürlichen Rhythmus des Lichts an. „Sobald es wieder früher hell wird, passen wir uns an. Dazu brauchen wir keine Zeitumstellung. Licht ist ein optimaler Zeitgeber“, meint Klösch.  Aus Sicht der Schlafforschung wäre es daher grundsätzlich besser, bei einer Zeit zu bleiben.

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