Rastegar

Grüner Veltliner heuer in Gefahr

Eine einzige kalte Nacht Ende April hat gereicht, um die Ernte etlicher Wiener Weinbauern zu gefährden. Dabei waren im Norden Wiens  die Schäden deutlich größer: Vom 28. auf den 29. lagen die Temperaturen in Floridsdorf bei minus zwei Grad Celsius.  Viele junge Triebe froren ab. Rainer Christ, Winzer und Heurigenwirt in Jedlersdorf, zieht ein bittere Bilanz: “Manche unserer Betriebe könnten heuer bis zu 70 Prozent Ernteverlust erleiden.”

Warmer Kahlenberg

Am rechten Donauufer war es um das entscheidende Bisschen wärmer: Etwas mehr als Null Grad maß man dort in der fraglichen Nacht. Christ: „Die Winzer vom Kahlenberg und vom Nussberg sind mit einem blauen Auge davongekommen.“ Die im Norden Wiens hauptsächlich betroffenen Sorten sind Grüner Veltliner, Weißburgunder und Zweigelt, so Christ. Er selbst verzeichnet ebenfalls Einbußen: „In meinem Weingut werden diesmal einige Premium-Weine zur Gänze ausfallen.“ So etwa der „Mephisto“, ein Zweigelt-dominierter Wein oder sein, „Filet-Stück“, der „Zwerchbreiteln“. Und der Winzer legt das generelle Problem dar: Durch die ständig wärmer werdenden Winter treiben die Reben immer früher aus. „Das erhöht das Risiko, dass sie eine kalte Phase erwischen.“

Geschlossene Heurige

Einige Heurigenpartien könnten in diesem Jahr ausfallen. „Einer meiner Kollegen überlegt bereits, sein Lokal lange geschlossen zu halten“, weiß Christ. Leidtragende der kalten Aprilnacht werden daher auch Mitarbeiter der betroffenen Heurigen sein. Christ: „Bei meinem Kollegen geht es um bis zu 15 Leute.“

Informationen zu Wiener Heurigen

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