Gutes Design hat kein Alter

Oft sind es die trivialen Aufgaben, an denen wir im Alltag kläglich scheitern: Die Zuglasche an der Thunfischdose reißt nach einigen Knickversuchen ab, das Öffnen des Milchpackerls wird zur Nervenprobe, das ­Kabel vom Bügeleisen lässt sich nur mit roher Gewalt aus der Steckdose ziehen: Für diese und andere Probleme gibt es bereits seit Jahren Spezialgeräte – nur kennt sie niemand. Ein Grund dafür ist, dass die Bevölkerungsgruppe 65 plus bei Produkttests gar nicht erst eingeladen wird, wie eine Befragung von 4.000 deutschen Unternehmen ergab. Dabei entfällt die Hälfte der heimischen Kaufkraft auf die Gruppe der über 50-Jährigen.

Aber es gibt glücklicherweise immer mehr Produktdesigner, für die Funktionalität und Ästhetik keine Widersprüche sind. Die Gerontotechnik etwa setzt sich gezielt mit den Bedürfnissen älterer Menschen auseinander. Hier gilt die Devise: Produkte müssen allen Generationen gerecht werden. "Wer für die Alten konstruiert, schließt die Jungen mit ein", bringt es Bernd Seeberger, Leiter des Instituts für Gerontologie und demografische Entwicklung in Tirol, auf den Punkt.

  • Adresse: Hiessgasse 7, 1030 Wien

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