Haus des Meeres: Erinnern im Innern

Die erweiterte Ausstellung "Erinnern im Innern" beleuchtet mit der Funktion des Flakturms im Zweiten Weltkrieg eines der dunkelsten Kapitel der österreichischen Geschichte.

Flakturm ist Zeitzeuge

Für Militärhistoriker und Museumskurator Marcello La Speranza hat der Flakturm nun seinen zeithistorischen Platz in der Wiener Stadtgeschichte gefunden. Er wies darauf hin, dass "alle Exponate im Schutt des Flakturms gefunden oder aus der Umgebung zusammengetragen wurden". Schon der Zugang zur Ausstellung ist mit Exponaten ausgestattet, das kleine Museum selbst ist im ehemaligen Kommandoraum des sogenannten Hochbunkers untergebracht.

Erinnern nach 70 Jahren Baubeginn

Am 5.11.1943, haben Zwangsarbeiter mit dem Bau des Flakturms im Esterházypark begonnen. Bei der heutigen Eröffnung erinnerten sich ZeitzeugInnen an die damalige Geschehnisse, als Flugzeuge mit Entfernungsmessgeräten erfasst und vom Geschützturm der Stiftskaserne aus abgeschossen wurden. Im Museum geben Wochenschauberichte und Radiotonaufnahmen Zeugnis von der militärischen Funktion.

Abwehr und Schutz

Die sechs Wiener Flaktürme aus Stahlbeton wurden in drei Paaren als Verteidigungsdreieck im Augarten, Arenbergpark und Esterházypark geplant, halbwegs in dessen Mitte befindet sich der Stephansdom. Seit 1956 beherbergt der Flakturm im Esterházypark mit dem "Haus des Meeres" das erste Seewasseraquarium Österreichs und ist damit der einzige voll ausgebaute Hochbunker.

Täglich um 11 und um 16 Uhr, Führungen durch die Ausstellung "Erinnern im Innern" möglich.

Info: http://www.haus-des-meeres.at/

Kinder und vor allem Jugendliche wollen wissen, was ein Flakturm ist. Und im Haus des Meeres kann man es ihnen am anschaulichsten zeigen. Hier ist nicht nur Zoologie auf höchstem Niveau zu erfahren, sondern auch Geschichte so spannend wie Haie zu beobachten

Susanne BrandsteidlAmtsführende Stadtschulratspräsidentin
  • Adresse: Fritz-Grünbaum-Platz 1, 1060 Wien