Help U-Team feiert Jubiläum

Am Karlsplatz gibt es auch viele Obdachlose und Drogensüchtige. Für die Wiener Linien hat daher die Sicherheit der Fahrgäste absolute Priorität. Das Team, welches man an der orangenen Dienstkleidung erkennen kann, besteht aus Mitarbeitern des Vereins Wiener Sozialprojekte und der Wiener Linien. Durch ihre ständige Präsenz können sie genau beobachten, wann Konflikte entstehen, sowie wichtige Informationen an die anderen vor Ort tätigen Einrichtungen, z. B. an Streetwork oder Polizei, weitergeben.

"Das seit mehr als fünf Jahren im Einsatz stehende Team von Help U konnte sich in den letzten Jahren bei allen Menschen, die sich aus den verschiedensten Gründen am Karlsplatz aufhalten oder sich dort bewegen, als wichtiger und verlässlicher Partner etablieren. Das Erfolgsrezept von Help U heißt Vermittlung", fasst Sozialstadträtin Sonja Wehsely im Gespräch mit dem WIENER BEZIRKSBLATT zusammen. Mit Kommunikation, Konfliktmanagement und Prävention ist Help U für alle Personengruppen am Karlsplatz Ansprechpartner und zeichnet sich auch durch eine intensive Vernetzung mit der Polizei und anderen bereits vor Ort tätigen Einrichtungen aus.

Nachdem bereits in den Jahren 2008 und 2009 eine Entspannung der Lage am Karlsplatz erreicht werden konnte, setzte sich dieser Trend im ersten Halbjahr 2010 fort: Nach wie vor war es für Help U relativ selten notwendig, eine Gruppierung aufzulösen oder über die Beförderungsrichtlinien der Wiener Linien aufzuklären.

Zunehmende Entspannung

Auch die Zahl der Konflikte und Beschwerden war gering. Die Kontakte mit Fahrgästen, Passanten und Touristen blieben dagegen weitgehend stabil. Dieser Entwicklung entsprechend war auch die Zahl der notwendigen Help U-Interventionen rückläufig: Stiegen sie von 2006 auf 2007 noch von rund 28.000 auf rund 37.000, war danach ein kontinuierlicher Rückgang zu verzeichnen – im Jahr 2010 waren es nur mehr rund 19.000.

Erreicht wurde dieses niedrige Niveau von Behinderungen durch verstärkte Präsenz der Help U-Teams in der Passage und wiederholtes Kommunizieren der Verhaltensregeln sowie konsequentes Auflösen von Gruppenbildungen. Auch das Exekutieren des Rauchverbots in der Passage durch die Polizei trug zu dieser Entwicklung bei. Die geringe Anzahl von Konflikten ist maßgeblich auf die verstärkte Beziehungsarbeit mit den Suchtkranken zurückzuführen: So wurde erreicht, dass sich diese bei Problemen untereinander an die Teams von Help U wenden.

Die Arbeit des Help U-Teams hat sich in den vergangenen Jahren auch den veränderten Rahmenbedingungen am Karlsplatz angepasst.

  • Adresse: Karlsplatz, 1040 Wien

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