Hundert Jahre “Haus ohne Augenbrauen”

"Scheusal“, "Kanalgitterhaus“, "marmorierte Kokskiste“, "Ungetüm“, „Heuschober“ – das Wohn- und Geschäftshaus, mit dessen Bau das Unternehmen ­Goldman & Salatsch Adolf Loos beauftragt hatte, schockierte die Monarchie. Es stand im krassen Gegensatz zum Historismus, dem architektonischen Zeit­geschmack. Da die gewohnten Fensterverdachungen fehlten, entstand der Spitzname "Haus ohne Augenbrauen“. Der in der Hofburg residierende Kaiser Franz Joseph soll sogar die Fenster in Richtung Loos-Haus vernagelt haben.
Bereits Franz Werfel (1890–1945) lobte besonders die "innere Kraft des Looshauses“. Heute steht dessen Bedeutung als eines der Hauptwerke der Moderne außer Zweifel. In den Besitz der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien gelangt, wurde es 2001 renoviert.

WANN & WO

Am 2. 10. ist im Rahmen der "Langen Nacht der Museen“ die von Loos gestaltete Musiksammlung der Wienbibliothek zu besichtigen.
Am 9. 10. gibt’s die Themenführung "Möbel von Otto Wagner, Josef Hoffmann und Adolf Loos“: 11 Uhr, Hofmobilien­depot, 7., Andreasgasse 7, Kosten: E 8,40 (Kinder E 4,50).

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