Im Dienste ihrer 1.350 Schüler

Sie ist die Nummer eins in Wien und steht in Hietzing wie ein Herrenhaus. Die "Höhere Bundeslehranstalt für Tourismus und wirtschaftliche Berufe“, kurz HLTW, geht über acht Häuserblocks und wer das Gebäude nicht gut kennt, verirrt sich schnell.
Nicht so Ingrid Vogt, die seit mehr als zwei Jahrzehnten als Schulleiterin die Geschicke des Hauses leitet. Und maßgeblich am Aufstieg der Lehranstalt beteiligt war. Jetzt geht sie mit 63 Jahren in den verdienten Ruhestand. Das WIENER BEZIRKSBLATT traf die Gründungsdirektorin der "Fachschule für Gastronomie und Ernährung“ in der HLTW zum Abschiedsinterview.

Lieber fit gehen als "total müde“

Sind Sie wehmütig, Frau Vogt?
Ingrid Vogt: Nein, ich habe so viele Jahre für die ­Schule gelebt. Es ist besser, jetzt zu gehen, als wenn man total müde ist. Andere erhalten die Chance, ihre Visionen umzusetzen.
Ihre konnten Sie umsetzen?
Vogt: Ja, vieles ist gelungen. Wir sind etwa in der EDV und im Bibliotheksbereich sehr gut ausgestattet, haben ein erstklassiges Bistro mit Betriebsküche, einen eigenen Weingarten und Weinkeller für den Unterricht und bestqualifizierte Lehrkräfte. Die Schule wurde zweimal mit dem Umweltzeichen ausgezeichnet.
Wie steht’s mit der Nachfolge?
Vogt: Das entscheidet der Stadtschulrat und das wird vermutlich bis Oktober dauern.
Und wie sind die Aussichten für einen Tourismus-Absolventen, einen Job zu kriegen?
Vogt: Derzeit sehr gut, der Tourismus boomt. Man muss nur flexibel sein und auch ins Ausland gehen. Wiewohl jetzt immer mehr nach der HLTW eine Fachhochschule anhängen. Auch nicht schlecht.
Danke und alles Gute!

  • Adresse: Bergheidengasse, 1130 Wien

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