Islam, Charme und viel Radau

Es hat etwas von einer Fußball-Rivalität: Einwandererverein gegen einen rechten Wanderzirkus, der immer zur Stelle ist, wenn der halbstaatliche türkische Verein atib ein neues Vereinslokal eröffnet. So geschehen in der Rappgasse nächst der Prager Straße, wo auf 1.800 m2, verteilt auf zwei Ebenen, zwei Gebetsräume, eine Kantine, Büros, Hobby-, Freizeit- und Seminarräume, ein Kindergarten und ein kleines Geschäftslokal ohne Zugang nach außen entstehen soll. "Ich wurde weder vor dem Kauf noch nach dem Kauf gefragt“, erklärt Bezirksvorsteher Heinz Lehner, "und werde mit den Anrainern, mit den zuständigen Dienststellen der Stadt und mit atib auf die Einhaltung aller Bestimmungen achten.“ Während die rechtlichen Möglichkeiten damit ausgeschöpft scheinen, hat sich auf informeller Ebene freilich Diverses getan.

Eine Einladung an alle Anrainer

Das Kulturzentrum lud zum Tag der offenen Tür und die 870 Anrainer wurden überdies namentlich zu einer Bürgerversammlung eingeladen. 120 Personen folgten der Einladung, "echte“ Anrainer waren jedoch rar und auch wenn die Ängste vor Parkplatzmangel und Lärm nicht zerstreut wurden, blieb keine Frage unbeantwortet. "Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Integrations- und Sprachförderung“, unterstrich atib-Vorsitzender Nihat Koca den Vereinszweck. Obwohl die „Bürgerinitiative Rappgasse“ als Veranstalter auftrat, waren Floridsdorfer am 18. Juni vor dem Amtshaus rar. Insgesamt 200 Demonstranten, darunter Teile der rechtsex­tremen Szene, und HC Strache trafen auf 250 linke Gegen­demonstranten. Ein Großaufgebot der Polizei trennte den Auftritt der Lager, der Züge einer Wahlkampfveranstaltung hatte. In der Sache selbst setzt der Bezirk auf ein Mediationsverfahren, das auf Antrag der ÖVP, gegen das Votum der FPÖ, den Dialog fördern soll.

  • Adresse: Rappgasse, 1210 Wien

1 Antwort
  1. Franz Krepuszewsky says:

    immer wieder die selben lügen – rechtsextreme Szene – babei sah man ganz genau – das die linkslinken (und das ist längst bekannt ) viel gewaltbereiter ist – sah man Typisch auf dem florid.Bahnhof – ja selbst die Einsatzkräfte unterstützten diese linken Vögeln – dabei sollen sie froh sein, daß die echten Rechten noch ruhe geben.

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