Kameras gegen Vandalismus

In zahlreichen Gemeindebauten der Stadt funktioniert die Überwachung der Gemeinschaftsflächen tadellos. Sowohl die Mieter als auch die Hausverwaltung sind mit dem Ergebnis zufrieden. Daher wird ab diesem Jahr das System der Video­überwachung auch auf die Leopoldstadt ausgeweitet. Von der Datenschutzkommission genehmigt wurde, dass ab 2010 auch der Gemeindebau am Handelskai 214 überwacht werden darf.
In all jenen Wiener Wohnhausanlagen, in denen die Videoüberwachung ­besonders neuralgischer Bereiche wie Aufzüge, Garagen und Müllräume seit April 2008 im Probebetrieb stattgefunden hat, wurde diese nach positiver Bescheidausfertigung durch die Österreichische Datenschutzkommission im Bundeskanzleramt nunmehr zeitlich unbeschränkt verlängert und auch für Kellerräume bewilligt. Denn es hat sich herausgestellt, dass auch diese von den Vandalismusschäden betroffen sind. "Der Probe­betrieb hat gezeigt, dass sich die Erwartungen voll erfüllt haben“, bestätigt Bezirksvorsteher Gerhard Kubik im Gespräch mit dem WIENER BEZIRKSBLATT, die Erweiterung auf die Leopoldstadt.
Durch diese Maßnahme ist es gelungen, Vandalismus, Sachbeschädigungen, Diebstähle und damit verbunden Kosten und Ärger für die Mieter entscheidend zu reduzieren. Die Sachbeschädigungen durch Vandalismus im Gemeindebau sind um mehr als die Hälfte zurückgegangen, die Schadenskosten insgesamt um fast 70 %. 

Mieter mehrheitlich für eine Ausweitung

Eine Befragung der Mieter in den bisher im Probebetrieb videoüberwachten Gemeindebauten zeigte, dass die Bewohner dem Einsatz dieses Präventivinstruments sehr positiv gegenüberstehen und vor allem auch die Ausweitung auf den Kellerbereich als sinnvolle Maßnahme befürworten. Die überwiegende Mehrheit der Mieter gab an, dass sich durch die Videoüberwachung zum einen das subjektive Sicherheitsgefühl erhöht habe, zum anderen seien Sachbeschädigungen, Vandalismusakte und die Ablagerung von Sperrmüll deutlich zurückgegangen. Eine deutliche Mehrheit der Mieter sprach sich für die Fortsetzung und Ausweitung der Videoüberwachung aus. Im Zeitraum des Probebetriebs hat es keinen einzigen Fall von Verletzung der Privatsphäre von Mietern gegeben. Die Auflagen der Datenschutzkommission werden von Wiener Wohnen genauestens eingehalten. "Mit der Videoüberwachung wird auch in Zukunft sehr sensibel umgegangen. Die Wahrung der Privatsphäre der Mieter hat oberste Priorität“, ­erklärte Kubik abschließend.

  • Adresse: Handelskai 214, 1020 Wien

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *