Kampfsport statt Straßenschlachten

Simmering setzt ab dem Schulbeginn voll auf Kampfsport als Ausgleich zum Schulstress und den anderen Alltagssorgen. Roman Sendor, Hauptberuflich Professor einer Simmeringer AHS und seine Lebensgefährtin Doris Köhler, ausgebildete Sporttrainerin wollen mit ihrem Verein Kumgang-Wien vor allem auch Kinder und Jugendliche zum Sport bringen. Sendor: „Gerade für Kinder ist es ein toller Sport.  Er ist wichtig, alleine schon wegen der allgemein motorischen Grundschulung, die ja später auf alle anderen Sportarten umlegbar ist. Speziell Kinder mit Konzentrationsstörungen und mangelndem Selbstvertrauen oder Verhaltensauffälligkeiten wie gesteigertes Aggressionspotential, ADHS und so weiter, profitieren davon. All diese Symptome werden durch Ausübung eines Kampfsports deutlich gemildert beziehungsweise verschwinden völlig, was durch Studien aus Deutschland und den USA deutlich belegt ist.“
Jeder ist dafür geeignet. Um einzusteigen sind keine Voraussetzungen notwendig. Das Fitcom in Simmering (Simmeringer Hauptstrasse 211) bietet nicht zuletzt deswegen ab dem 5. September ein Kampfsport-Total-Programm.

Mehr als „nur“ Selbstverteidigung

 Neben einer reinen Kickbox-Schule lässt sich mit den neuen Trendsportarten wie Fitness-Boxing (ohne sparring), Lady-Boxing (exklusiv für Frauen) und „All Martial Arts Boot Camp“ (ein komplettes Fitness-Programm auf Kampfsportbasis) die körperliche sowie geistige Fitness steigern. Doris Köhler: „Kampfsport entspricht dem dynamischen Fitness-Trend des 21. Jahrhunderts und  fördert nicht nur Koordination und Kondition sondern auch das Konzentrationsvermögen und steigert das Selbstvertrauen. Alles Eigenschaften die auf den beruflichen und sozialen Alltag Einfluss nehmen. Außerdem lernt man sich effektive selbst zu verteidigen, was ja im Notfall nicht schaden kann. Angst dass der Schuss nach hinten los gehen könnte und von ihnen ausgebildetet Sportler ihr Können in Straßenschlachten zum besten geben, haben sie nicht. „Genau das ist ja erwiesen: Durch die Ausübung eines Kampfsports sinkt das Aggressionspotential deutlich und nicht zuletzt wegen des gesteigerten Selbstvertrauens haben es unsere Sportler es nicht notwendig sich auf der Straße ihre Bestätigung zu holen.“

Zig-fache Welt- und Europameister als Trainer

Durch ihr Engagement im Verein, müssen die beiden begeisterten Sportler (gemeinsam haben sie knapp 20 Welt- und Europameistertitel auf ihrer Visitenkarte stehen) ihr Privatleben freilich zurückschrauben. „Unser Privatleben und unsere Freizeit spielen sich hauptsächlich im Studio ab“ lacht Weltmeister Sendor.

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