Katzenhotels für streunende Samtpfoten

Wachsende Streunerkatzenpopulationen sind mittlerweile ein gesamteuropäisches Problem. "Obwohl das Aussetzen von Tieren in Österreich gesetzlich verboten ist, werden die Stubentiger leider auch bei uns immer wieder achtlos vor die Türe gesetzt. Wir wollen diesen Tieren so gut es geht helfen", erklärt Wiens Tierschutzstadträtin Ulli Sima.

Zurück in die Wildnis

Die Tierschutzombudsstelle Wien hat bereits im Jahr 2006 ein Streunerkatzen-Kastrationsprojekt ins Leben gerufen, mehr als dreißig Katzen werden monatlich kastriert. Da man "echte" Streunerkatzen, also jene, die bereits in der Natur geboren wurden, nicht mehr an die Wohnungshaltung gewöhnen kann, werden sie nach der Kastration wieder in ihrem Revier freigelassen. Unterstützung kommt von vielen Tierfreundinnen und -freunden, die diese freilebenden Katzen füttern.

Wohliges Katzenhotel

Doch mit Wintereinbruch kommt ein weiteres Problem auf die Katzen zu – es mangelt an warmen Unterschlüpfen. Trotz dichtem Winterfell benötigen die Streuner eine trockene, windgeschützte Rückzugs- und Aufwärmmöglichkeit. Für besondere Akutfälle ließ Sima nun 20 speziell isolierte "Katzenhotels" anfertigen: eine stabile Hütte aus Vollholz mit gedämmtem, windgeschütztem Schlafplatz für zwei bis drei Katzen; ein Vorraum, der für die Fütterung verwendet werden kann und ein aufklappbares, regendichtes Dach, damit das von den Tierfreunden bereitgestellte Stroh ausgewechselt und der Schlafplatz gereinigt werden kann. "Ich bedanke mich bei allen Tierfreundinnen und Tierfreunden, die uns in Sachen Streunerkatzen das ganze Jahr über unterstützen, wir wollen die Zusammenarbeit künftig verstärken und den Vierbeinern so gut es geht helfen, auch die kalten Wintertage gemütlich zu überstehen", so Sima abschließend.

Infos zum Streunerkatzenprojekt bei der Tierschutzombudsstelle Wien unter post@tow-wien.at  oder www.tieranwalt.at

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *