Keine „Reichensiedlung“

Der Wettbewerb für die Nachnutzung der Waldmühle Rodaun ist eine besondere Herausforderung für die Bauträger. Anders als sonst üblich wird es in diesem Fall ein zweistufiges Verfahren geben.

Der Grund

Es geht dabei nicht einfach nur um ein neues Wohnprojekt. Da das Areal von Wald umgeben ist, muss die Neugestaltung im Einklang mit den Regelungen des Biosphärenparks Wienerwald erfolgen. Außerdem sollen alte Industrieflächen restauriert werden, die in den Wald- und Wiesengürtel eingebracht werden müssen. „Soziale Nachhaltigkeit“, „Architektur“ und „Ökologie“ lauten die Schlagwörter, mit denen sich die Bauträger in der ers­ten Verfahrensstufe beschäf­tigen sollen. Dazu sollen auch Konzepte zu den Bereichen Mobilität, Energie, Nahversorgung und Kinderbetreuung ­eingereicht werden.
In der zweiten Verfahrensstufe wird dann das vollständige Wohn­projekt entwickelt, das auch detaillierte Aussagen zur Freiraumplanung, zu Jugend- und Kinderspielplätzen, Parkplätzen und Kosten enthalten muss. In puncto Anzahl der Wohnungen hat sich der Bezirksvorsteher mit dem Wunsch nach Reduzierung bereits durchgesetzt, trotzdem ist es sein Ziel, möglichst viele Wohnungen mit Wohnbau­förderungsmitteln zu errichten. „Eine Reichensiedlung soll es jedenfalls nicht werden“, so der Bezirksvorsteher und resümiert: „Es wird ein Musterprojekt werden, wie man aus einer alten Industriebrache ein ausgewogenes Wohnquartier schaffen kann.“

Ablauf

Der Bauträgerwettbewerb startet im Mai, 2011 werden die Fabrikshallen abgebrochen, Baustart ist 2012 und die Fertigstellung für 2013/ 2014 geplant.

  • Adresse: Kaltenleutgebner Straße, 1230 Wien

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