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Kleinkinder sind auf der Straße sehr gefährdet

Der ÖAMTC warnt: Immer wieder passieren schwere Unfälle mit Kleinkindern im Straßenverkehr. Im Jahr 2015 waren 438 Kleinkinder (bis vier Jahre) in Unfälle verwickelt, heuer sind bereits fünf Todesfälle zu beklagen. ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger warnt: “Kleinkinder reagieren spontan, flink, sind leicht ablenkbar und können gefährliche Situationen nicht richtig einschätzen.” Die Expertin rät Begleitern von Kindern, diese im Straßenverkehr stets im Auge zu behalten, sehr nahe bei ihnen zu sein oder sie an der Hand führen.

Bis vier Jahre sehr gefährdet

Das Gefahrenbewusstsein von Kleinkindern muss erst ausgebildet werden, deshalb wissen sie beispielsweise nicht, dass ein fahrendes Auto nicht sofort stehen bleiben kann. Seidenberger: “Bis zum Alter von etwa vier Jahren richten Kinder ihre Aufmerksamkeit hauptsächlich auf Dinge, die für sie spannend sind und die spontan Neugier wecken – sie können also gefährliche nicht von ungefährlichen Situationen unterscheiden.” Kleinkinder sind im Denken, Fühlen und Handeln in ihrer eigenen Welt unterwegs. Laut ÖAMTC-Expertin können Kinder das richtige Verhalten im Straßenverkehr erst ab einem Alter von vier Jahren lernen. “Das Beste ist, als Erwachsener ein gutes Vorbild zu sein. Das gilt insbesondere, wenn man mit Kindern unterwegs ist oder Kinder in der Nähe sind”, so Seidenberger.

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