Kochen geht am längsten

"Na, ich bin doch ein Burgfräulein", sagt Frau Stödl (Bild) auf die Frage, warum auf dem Schild an ihrer Zimmertür die Zeichnung einer Burg neben ihrem Namen zu sehen ist. Aber die Symbole auf der Tür haben auch pragmatische Gründe – sie sollen den 15 Bewohnern der ersten österreichischen Wohngemeinschaft für Demenzpatienten in Liesing die Orientierung erleichtern. Die WG, die seit 2007 von der Caritas Socialis (CS) geführt und vom Fonds Soziales Wien gefördert wird, hat ein klares Konzept: "So viel Selbstständigkeit wie möglich bei so viel Anleitung wie nötig“, weiß die Sprecherin der CS, Sabina Dirnberger. Jeder hat hier sein eigenes Zimmer. Die Möblierung der Gemeinschaftsräume ist eine bunte Mischung vergangener Jahrzehnte. In zwei Küchen wird gemeinsam gekocht. "Demenzpatienten können oft noch Dinge tun, die sie in frühester Jugend gelernt haben – etwa Erdäpfel schälen – das geht am längsten“, so Dirnberger scherzhaft.

Kontakt: Caritas Socialis, Tel.: 717 53-0 oder www.cs.or.at

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