Daniel Zupanc

Königspinguin-Küken im Tiergarten Schönbrunn

Im Polarium im Tiergarten Schönbrunn gibt es einen neuen Besucherliebling: ein Königspinguin-Küken. Es ist bereits am 30. August geschlüpft, hat sich allerdings lange Zeit in einer Bauchfalte seiner Eltern versteckt. Mittlerweile ist das Kleine aber schon so stark gewachsen, dass es auf den Füßen seiner Eltern keinen Platz mehr hat. „Königspinguine sind in der Subantarktis verbreitet. Die Pinguineltern bauen keine Nester, sondern tragen das Ei abwechselnd auf ihren Füßen und bebrüten es in ihrer Bauchfalte. Da das Küken nach dem Schlüpfen nur ein spärliches Federkleid hat, wird auch das Küken in der Hautfalte gewärmt”, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Königspinguine sind nach den Kaiserpinguinen die zweitgrößte Pinguinart. Ausgewachsen sind sie bis zu 95 Zentimeter groß. Davon ist das Küken aber noch weit entfernt: Es misst erst rund 30 Zentimeter. Aber es entwickelt sich prächtig und hält die Eltern mit Füttern auf Trab. Schratter: „Die Eltern wechseln sich nicht nur beim Brüten, sondern auch jetzt beim Füttern ab. Das Kleine wartet bereits mit aufgerissenem Schnabel, bis sie es mit vorverdautem Fischbrei versorgen.“ Welches Geschlecht das Küken hat, ist noch nicht bekannt. Bei den Königspinguinen sehen Männchen und Weibchen gleich aus. Durch eine genetische Untersuchung von Federproben wird später das Geschlecht festgestellt.

Wie alle Pinguinarten sind auch Königspinguine flugunfähig. Ihre Flügel haben sich zu Flossen umgebildet und sie sind ausgezeichnete Schwimmer. Bis das Küken seine ersten Schwimmversuche unternehmen wird, dauert es aber noch. Noch hat es ein braunes flauschiges Dunenkleid, das sich mit Wasser vollsaugen würde. Mit der ersten Mauser im Alter von rund zehn Monaten bekommt es ein voll entwickeltes Gefieder. Im Freiland gibt es rund zwei Millionen Königspinguine. In Zoos gelingt ihre Zucht eher selten. Im Tiergarten Schönbrunn gab es vor zwei Jahren den letzten Nachwuchs.

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