Joham

Kriminacht macht Wiener Kaffeehäuser zum Tatort

Bereits zum zwölften Mal wird Wien am 18. Oktober 2016 Schauplatz von mindestens 40 Mordfällen, die in Kaffeehäusern, Aufbahrungshallen und der Hauptbücherei passieren. Ab 17.30 Uhr verwandeln 50 erfolgreiche Krimi-Autoren die Stadt in ein literarisches Blutbad, das für alle kriminellen Vorlieben zwischen Entführung, Mord, Totschlag und Massengemetzel etwas zu bieten hat und für diejenigen, die sich gerne mit der dunklen Seite der Macht befassen.

Je mehr im Fernsehen gemordet wird, desto mehr steigt das Interesse an den Kriminalromanen, deren gesamte Bandbreite die Kriminacht im Wiener Kaffeehaus eindrucksvoll vor Augen führt.

Grenzenlose Lust am Morden

Die Lust am Mord kennt keine Grenzen. Auch das neue Programm des ORF in der Saison 2016/17 ist prall gefüllt mit mörderischen Highlights wie dem neuen Event-Mehrteiler „Pregau – Kein Weg zurück“. Aber vor allem verfolgen jeden Sonntagabend bis zu 12,5 Millionen Menschen im deutschsprachigen Raum auf den Fernsehbildschirmen die Kultserie „Tatort“, die diesen Oktober ihre 1.000 Folge feiert. Auch nach 46 Jahren ist der „Tatort“ das mediale Lagerfeuer, um das sich alle Generationen versammeln: Dazu tragen auch neue Formate wie das Online-Radio zur Erfolgsserie oder die kürzlich gestartete interaktive „Tatort – Die Show“ im neuen Spartensender ARD ONE bei, die das Format auch für die junge Zielgruppe attraktiv machen und parallel auf Facebook und YouTube ausgestrahlt werden. Rund ein Monat vor Ausstrahlung der 1.000sten Folge, die am 13. November 2016 zu sehen sein und mit „Taxi nach Leipzig“ den gleichen Namen wie die erste Folge im Jahr 1970 tragen wird, widmet auch die Kriminacht im Wiener Kaffeehaus dem Sensationserfolg einen Schwerpunkt mit kritischen Betrachtungen. Alfred Pfabigan und Max Gruber gehen gemeinsam mit echo medienhaus-Literaturexperten Helmut Schneider im Café Schwarzenberg der nationalsozialistisch geprägten Geschichte des deutschen Polizeifilms auf den Grund und zeigen eklatante Unterschiede zu den amerikanischen CSI-Serien auf.

Schaurige Mordnacht in Wiener Kaffeehäusern und Gruseln in der Aufbahrungshalle

Bei der zwölften Kriminacht im Wiener Kaffeehaus werden insgesamt 47 Autoren für kalte Schauer am Rücken sorgen, gegen die nur mehr ein heißer Kaffee hilft. Mit dabei sind natürlich alle Bestseller-Autoren der heimischen Szene, die teils neue Werke der Öffentlichkeit vorstellen. Literarischen Mord servieren unter anderem Beate Maxian (Café Hawelka), Franz Zeller (Grand Hotel Wien), Andreas Gruber (Buchhandlung Frick am Graben), Chris Lohner (Café Prückel), Vera Russwurm (Café Landtmann), Peter Rapp und Dieter Chmelar (Kultcafé Korb), Eva Rossmann (Café Museum), Melanie Raabe und Petra Gungl (Hotel Imperial Café), Thomas Raab (Café Bräunerhof), Claudia Rossbacher (Meinl am Graben), Bernhard Aichner und Susanne Wiegele (Summerstage) u.v.m.

Wer dem Tod besonders nahe sein möchte, kann den Abend ab 19.30 Uhr auch in der Aufbahrungshalle 2 am Wiener Zentralfriedhof genießen, wo Christian Mähr aus seinem im Deuticke Verlag erschienen Roman „Knochen Kochen“ vorlesen wird.

Tatort Grätzl: Die besten Kurzkrimis der Leser

Erstmals rufen das VOR Magazin und das Wiener Bezirksblatt im Rahmen der Kriminacht zu einem Kurzkrimi-Wettbewerb auf, bei dem die Leser ihre schaurigen Geschichten in einer Länge von maximal 22.500 Zeichen – das entspricht rund 15 Seiten – zu Papier bringen können. Unterstützung erhalten Sie dabei von Schreibexpertin Judith Wolfsberger und ihrem „writer’s studio“. Die fünf besten Einreichungen, die von der hochkarätig besetzten Jury ausgewählt wurden, werden die Autoren ab 19.00 Uhr im Café Diglas im Schottenstift live vorlesen. Außerdem werden die Gewinnerprojekte auch in einem Buch veröffentlicht.

Furcht und Schrecken bei gratis Eintritt

Alle Leseorte, Autoren und Bücher sowie das gesamte Programm der zwölften Kriminacht im Wiener Kaffeehaus sind ab sofort online auf http://www.kriminacht.at sowie auf Facebook auf https://www.facebook.com/Kriminacht.at verfügbar. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos. Reservierungsmöglichkeiten in den jeweiligen Locations können direkt auf der Website abgefragt werden.

 

 

 

 

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