Kulturpassage: Shops bangen um Zukunft

Ab Sommer 2010 wird die Karlsplatz-Passage revi­talisiert: Die 70 Meter lange Passage wird dann zur kunstvollen Visitenkarte für die Stadt umgebaut. Durch die Verwandlung in die "Kulturpassage“ erwartet sich Wiens Drogenkoordinator Michael Dressel zusätzlich einen Rückgang der Suchtgiftszene.

Passage für den Kultur-Durchblick  

Vizebürgermeisterin Renate Brauner: "Die neue 'Kulturpassage Karlsplatz‘ wird ein transparentes, helles Ambiente mit Kulturinformation erhalten.“ Konkret: Die "Ladenstraße“ wird von den Geschäften geräumt, was eine Verbreiterung des Durchgangs auf 8 Meter ermöglicht. Der 70 Meter lange Gang wird eine Lichtkunstwand, vis-à-vis eine Ausstellungsfläche aufweisen. Die Geschäfte im Opern-Rondo sind nicht betroffen. Von den im Juli 2009 per Post zugegangenen Geschäftskündigungen sind 18 Geschäfte betroffen, darunter auch der Wiener Traditions-Imbiss Ruckenbauer. "Wir begrüßen eine neue, elegante Passage mit Kulturinfo – doch ein Grund zur Kündigung ist das nicht“, so Peter Kollin, Inhaber von "Collins Hüte“ und Obmann der dortigen Kaufleute. Er selbst ist nicht betroffen, doch 15 Geschäftsleute legten Berufung ein, die Verfahren sind teils ruhend, teils in Verhandlung. Eine Ablöse von Seiten der Wiener Linien gibt es nicht: "Wir wollen wirklich mit den Mietern ein Einvernehmen erzielen. Wenn wir das im Rahmen einer Gerichtsverhandlung machen, wäre das auch ein gangbarer Weg“, so Martin Oedendorfer von den Wiener Linien.

  • Adresse: Karlsplazu, 1040 Wien

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