Lehrberufe: Die Qual der Wahl entfällt jetzt

Obwohl Kevin (18) solide Zeugnisse vorzuweisen hat, gab es zu Hause Zoff: Er schickte nur zögerlich Bewerbungen für Lehrstellen ab – nicht aus Faulheit, sondern aus „Angst, die falsche Berufsentscheidung zu treffen“. Weil er kostbare Zeit verstreichen ließ, wurde er ein Fall für das AMS.

Was man gut kann, macht einem Spaß

Die neue Lehrwerkstatt und Produktionsschule des bfi hat ihn jetzt nicht nur aufgenommen, sondern garantiert ihm auch individuelle Förderung: In einer drei- bis sechsmonatigen Orientierungsphase kann er an der Seite von Sozialpädagogen in Bereiche wie Handel, Gastronomie, Elektro, Baunebengewerbe, Medien, EDV und Video „hineinschnuppern“ und danach eine Ausbildung antreten. „So unterschiedlich die Talente und Interessen junger Leute sind, so flexibel muss heute auch die Einstiegsmöglichkeit in die Berufswelt sein“, lobte Sozial- und Arbeitsminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) bei der offiziellen Eröffnung der Einrichtung am 19. April das fortschrittliche Konzept.
Direkt an der U1-Station Rennbahnweg finden diesen Sommer 400 Personen Aufnahme. Die Teilnehmer, die zum Gutteil Migrationshintergrund aufweisen, werden vom AMS und ÖSB Case Management ausgesucht. Persönliche Schwächen werden durch Förderunterricht ausgeglichen. Experten schlagen individuell das Nachholen des Hauptschulabschlusses, den Einstieg in eine Lehre, die Aus- und Weiterbildung oder ein Arbeitsverhältnis vor.

  • Adresse: Puchgasse 1, 1220 Wien

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