Leon Zelman Park eröffnet

Die naturnah ausgestaltete Anlage soll für die Bewohner des Grätzels rund um Eurogate  Erholungsraum sein.

Ein Park für jung und alt

Der barrierefreie Leon-Zelman-Park lädt mit seinen zahlreichen Sitzmöglichkeiten und offen gestalteten Aufenthaltsbereichen jung und alt zum Verweilen oder einfach in der Wiese liegen, ein.

Für Kinder und Jugendliche wurden Spiel- und Bewegungsräume sowie zwei Trinkbrunnen geschaffen.
120 neu gepflanzte Bäume und große Wiesenflächen erhöhen den Wohlfühlfaktor in dieser Parkanlage.

Dunkle Vergangenheit

Mit der bewussten Auswahl an Pflanzen, die man häufig auf Bahndämmen findet und dem geradlinigen Zentralweg, der von Sitzbänken und Lichtmasten flankiert wird, ist aber auch dem dunklen geschichtlichen Hintergrund dieses Ortes (siehe Faktenbox) Rechnung getragen

Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich im Jahr 1938 war der Bahnhof Aspang bis 1942 Ausgangspunkt für die Deportation der jüdischen Bürger Wiens: Von Oktober 1939 bis Oktober 1942 wurden insgesamt etwa 50.000 jüdische Wiener zusammengetrieben und vom Aspangbahnhof aus in 47 Transporten zunächst in Ghettos genannte Sammellager, später direkt in Konzentrations- und Vernichtungslager des NS-Regimes abtransportiert.

Ab 1943 erfolgte die Abfertigung der Deportationszüge vom Nordbahnhof aus. 1994 wurde beim ehemaligen Aspangbahnhof der Platz der Opfer der Deportationen benannt.

Ein am 8. Mai 1995 an diesem Platz enthüllter Gedenkstein erinnert an die Transporte.

  • Adresse: Leon Zelman Park, 1030 Wien