Leopoldstadt: Kritik am Alkoholverbot von Bezirksvorsteherin

Seit dem 27. April gilt auf dem gesamten Praterstern und angrenzenden Grün­flächen ein Alkoholverbot. Damit soll der Platz attrak­tiver und sicherer werden. Beim ersten Verstoß drohen 70 Euro Strafe, ab jedem ­weiteren zehnmal so viel.

floridsdorf alarmiert
Scharfe Kritik an diesen Maßnahmen kommt von Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger: „Ein Alkoholverbot wird vor allem eines bringen: einen Verdrängungseffekt.“ Lichtenegger befürchtet, dass die Personen, die bislang auf dem Praterstern Alkohol im Überfluss konsumiert haben, dies nun wahrscheinlich in angrenzenden Grätzeln und Bezirken tun werden. 
Eine Sorge, die auch Georg Papai, Bezirksvorsteher von Floridsdorf, teilt: Papai fordert bereits ein Alkoholverbot für den Franz-Jonas-Platz, um so ein Übersiedeln der ­betroffenen Personen vom ­Praterstern nach Floridsdorf zu verhindern.
Leopoldstadt-Chefin Lichtenegger weist auf Erfolge hin, die sozialarbeiterische Maßnahmen auf dem Praterstern gezeigt hätten, und ­fordert eine Ausdehnung ­derartiger Angebote. Am 26. April begingen Jugendliche auf dem Praterstern den letzten „Alkohol-Tag“.

 

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